Wohnungswirtschaft moniert Baublockade

Die Berliner Politik würde den Bürger ja gern Bauklötze staunen lassen, ganz besonders beim Thema Wohnen. Aber irgendwie haut es dann doch nicht hin, weil immer einer was zu meckern hat, wie jetzt der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU): Blockade und Abwehrhaltung attestierte er dem Senat und den Bezirken. So gesehen ist es durchaus verständlich, dass der Bürger nun lieber mit Klötzen spielen soll. Anwohner eines städtischen Großbauprojekts in Pankow durften nämlich Styroporwürfel hin- und herschieben, um geplante Häuser in ihrer Nachbarschaft zu simulieren. Anlass war, dass der ursprüngliche Experten-Entwurf für neue Gebäude bei den Anwohner nur auf Protest gestoßen war. Nun sollten sie es mit Styropor besser machen. Alles Kindergartenspiele? „Keinesfalls“, versichert der grüne Baustadtrat Vollrad Kuhn, die Ideen der Bürger würden geprüft und miteinfließen. Styroporentief sozusagen.

Gar nicht weit von diesem Projekt entfernt gibt es weiteren Ärger wegen Wohnungsbaus. Nur protestiert dieses Mal nicht der gemeine Anwohner, sondern eine Supermarktkette: „Wir sind für alle da, teure Wohnungen nur für wenige“ ist mit Bezug auf ein Schild zu lesen, das für Eigentumswohnungen wirbt; der Supermarkt soll wohl weichen.