Wegen Personalmangel abgesagtes Bezirks-Parlament in Reinickendorf führt zu Streit zwischen BVV und Bezirksamt

Abgesagte Bezirks-Parlamentssitzung in Reinickendorf sorgt für Streit: Einen Tag, nachdem die personalmangel-bedingte BVV-Absage bekannt wurde (CP von gestern), beginnt das für Berlin traditionelle Ringen darum, wer verantwortlich ist – oder vielmehr darum, wer es nicht ist. Bezirksbürgermeister Uwe Brockhausen (SPD) macht indirekt BVV-Vorsteherin Kerstin Köppen (CDU) verantwortlich, die die Absage entschieden hatte. Seine Dienststelle habe „konkrete personelle … Unterstützung angeboten“, schrieb Brockhausen dem Checkpoint. Die „in Frage kommenden Ersatzpersonen“ hätten jedoch „nach Auffassung der Vorsteherin“ nicht die nötigen Kenntnisse gehabt.

Ist Frau Köppen wählerisch? Oder hatte sie keine Wahl? Auf Checkpoint-Nachfrage sagte sie, für die Organisation einer BVV hätten „die vom Bezirksbürgermeister angebotenen Auszubildenden“ nicht gereicht, da ihnen juristische und organisatorische Kenntnisse gefehlt hätten. Moment mal! Entpuppen sich da etwa die großzügig offerierten „in Frage kommenden Ersatzpersonen“ (Brockhausen) gerade als zwei Azubis? Wir verbleiben gespannt auf die nächste Runde in diesem politischen Behörden-Pingpong.