Siemens hat keinen guten Lauf
Auch Siemens hat gerade keinen guten Lauf in Berlin. Erst setzt die Firma mit einem geplanten Arbeitsplatzabbau ihren Ruf in der Stadt aufs Spiel, in der sie einst gegründet wurde. Dann legt sich das Unternehmen mit der BVG (und ihren Fahrgästen) an, weil es den Kauf dringend benötigter U-Bahn-Züge verhindern wollte. Und nun wird es auch nichts mit der Konzernrepräsentanz an der Museumsinsel. Eigentlich sollte ein Neubau im Garten des sogenannten Magnus-Hauses entstehen – Denkmalschützer waren entsetzt, als vor drei Jahren auf politischen Druck die Genehmigung dazu erteilt wurde. Das letzte Zeugnis der Bebauung von Berlin-Mitte aus dem 18. und frühen 19. Jahrhundert wäre zerstört worden, lautete der Vorwurf. Unterstützt wurde Siemens aber vom damaligen Regierenden Bürgermeister Wowereit und Stadtentwicklungssenator Müller (beide SPD); das Bezirksamt Mitte wurde angewiesen, den Bauvorbescheid zu erteilen. Nun die Rolle rückwärts. Und alles mit Müller abgesprochen.