Sören Benn fordert Linke zu radikalem Neuanfang auf

Bleibt die Linkspartei oder stürzt sie weiter Richtung Abgrund? Pankows Bezirkschef will dramatische Veränderungen – alles andere sei „nur Sterbebegleitung“. Von Lorenz Maroldt

Sören Benn fordert Linke zu radikalem Neuanfang auf
Pankows Bezirksbürgermeister Sören Benn (Linke) wünscht sich in der Bundestagsfraktion eine „Palastrevolte“. Foto: Sven Darmer/Tagesspiegel

Bleibt die Linke – oder eben auch nicht: Sie stürzt jedenfalls ungebremst Richtung Abgrund. Bereits kurz vor der Wahl hatte Pankows Bürgermeister Sören Benn eine „Nestbeschmutzung“ geschrieben, „zum Zwecke der Ermutigung“: Er fordert einen kompletten personellen Neuanfang der Jüngeren (unter 45) und in der Bundestagsfraktion eine „Palastrevolte“ – alles andere diene „nur als Sterbebegleitung“. Nach der Wahl sagte Benn am Sonntagabend dem Checkpoint:

In Zeiten wie diesen wollen die Menschen Politikangebote, die gebrauchsfertig erscheinen, die klar identifizierbar sind und anschlussfähig an den Alltagsverstand. Bei der Linkspartei weiß gegenwärtig niemand, was genau sie meint und will und mit wem sie das will. Das braucht dann offenbar niemand.“