Chinesische Touristen wollen nach Berlin

Burkhard Kieke ist Tourismus-Chef der Hauptstadt. Und zuversichtlich, dass die Übernachtungszahlen wieder steigen werden. „Reges Interesse aus China“ gebe es bereits. Von Felix Hackenbruch

Chinesische Touristen wollen nach Berlin
Foto: imago

Bereits gelockert sind die Regeln für Hotels in Berlin. Seit gestern dürfen sie wieder für Touristen öffnen und Tourismus-Chef Burkhard Kieker sieht bereits positive Tendenzen. „Erstmals sind mehr Buchungen reingekommen, als alte storniert wurden“, sagte er dem Checkpoint. Nach zuletzt sechs bis zehn Prozent Auslastung hofft er für Pfingsten auf eine „schöne Anzahl Touristen“ in der Stadt.
Seine Prognose: „Momentan verhalten sich die Touristen wie eine Herde Zebras“, sagt er. Laufen die Leittiere los, würden alle anderen folgen. Nach den nationalen Gästen rechnet Kieker damit, dass im Juli Besucher aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden kommen könnten. Und: „Wir haben reges Interesse aus China.“ Ob das auf Gegenseitigkeit beruht?
Wohin die Touristen in die Stadt strömen, zeigt die Antwort der Kulturverwaltung auf die parlamentarische Anfrage der FDP-Abgeordneten Sibylle Meister. Demnach ist das Haus der Wannsee-Konferenz bei Amerikanern, Briten und Israelis sehr beliebt, das Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen besuchen dagegen viele Dänen, Belgier und Franzosen. Bleiben noch die Niederländer, von denen „überproportional viele“ die Schlösser und Gärten in Charlottenburg und Glienicke besuchten. Klar, dort wachsen ja auch viele Tulpen.