Berlin streitet um Wohnungsbau
Als Jürgen Gehb, Chef der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, am Samstag im Tagesspiegel dem Land Berlin Chaos in der Baupolitik vorwarf („Hin und Her“, „Linke Hand weiß nicht, was die rechte macht“, „Kein einziges Objekt für sozialen Wohnungsbau erworben“) holten die Stadtentwicklungs-Fans das Popcorn raus: „Bima“ vs „Bim“ (Berliner Immobilienmanagement), mittendrin der Senat und die Bezirke – das versprach heiter zu werden. Und so kam’s dann auch – am Sonntag konterte Finanzsenator Kollatz-Ahnen: „Offenbar leidet Gehb an Gedächtnisschwund“ – die Behauptung, Berlin mache keine Angebote für Grundstücke, sei „eine Frechheit“. Der Bima-Chef bleibt ungerührt: Da Berlin „in all den Jahren nicht in der Lage war, in vielen Fällen eine verbindliche Zweckerklärung abzugeben“, würden jetzt Fristen gesetzt, danach entfällt die Erstzugriffsoption. Das Land könne dann ja auf dem freien Markt mitbieten - und Grundstücke zum Höchstpreis erwerben.