Standesamt traut aus dem Stand

Wir kommen zu einer Sonderausgabe unserer Serie „Amt, aber glücklich“, denn die folgende Geschichte klingt zwar unglaublich angesichts der täglichen Berichte von Paaren, die nachts vor „momentan“ überforderten Standesämtern campieren, die wochenlang vergeblich die Onlineterminvergabe checken, die monatelang im Voraus gebuchte Hochzeitspartys stornieren, die sich den Spruch „Momentan verlobt“ in die Ringe gravieren können (CP von gestern) – aber: Diese Geschichte, die den Checkpoint gestern erreichte, ist wirklich wahr, und sie geht so:

„Mein Partner und ich wollten uns vergangene Woche einen Termin beim Standesamt Charlottenburg holen, um unsere Lebenspartnerschaft in eine Ehe umzuwandeln. Wir rechneten mit einem Termin frühestens im August. Wir sind morgens ohne Voranmeldung hin, waren nach knapp 15 Minuten bei einer Standesbeamtin - und die bot plötzlich an, ihre Chefin zu fragen, ob wir das gleich ‚erledigen‘ können. Etwas verblüfft sagten wir ja. Und tatsächlich nahm sich die Standesamtsleiterin die Zeit für eine ausführliche Beratung - und dann für eine formale Eheschließung im Trauzimmer des Standesamtes, inklusive Vortrag, Fotos und guten Wünschen. Wir waren binnen anderthalb Stunden formal verheiratet, unrasiert und nur im T-Shirt - für ganze 10 Euro Gebühr.“

Wow, einfach herrlich – der Checkpoint gratuliert und spendiert zwei Flaschen Schampus: eine fürs Paar und eine fürs Amt!