Proteste im Iran und die Gewalt des Regimes: Für Berlin eine Randnotiz, für die Iraner:innen geht es um alles
Rund 550 Menschen kamen am Samstag am Nettelbeckplatz zusammen, um gegen das iranische Regime zu demonstrieren – unter dem Motto „Jin, jiyan, azadî“ (kurdisch für: „Frau, Leben, Freiheit“). Im Berliner Alltag mag die Demo eine Randnotiz sein, für die Menschen im Iran geht es um alles. Mahsa Amini, deren kurdischer Vorname Jina lautete, ist nicht mehr die Einzige, die jüngst vom iranischen Staat getötet wurde: Mindestens 41 weitere Menschen sind bisher bei den Protesten gestorben (FT). Laut Amnesty gibt es „keinen Zweifel“, dass Sicherheitskräfte auf Demonstranten schießen. Hinzu kommen etliche Festnahmen. In vielen Städten ist das Internet ausgeschaltet: Nicht alle Bilder, nicht alle Informationen über das brutale Vorgehen des Staates verlassen das Land.