Müller hält antisemitischen Übergriff für Einzelfall

Nachdem die über Jahre wiederholten, massiven Bedrohungen eines jüdischen Mädchens durch muslimische Mitschüler bekannt geworden sind („Ungläubige werden verbrannt“, CP von gestern), hat der Schulleiter den Eltern eine Rundmail geschrieben – darin heißt es u.a.: Das Mädchen sei von ihren Mitschülern „angesprochen“ worden „zum Thema Glaube und Religion“. Ach ja? Es ist offenbar höchste Zeit, dass die Schulaufsicht mal den Schulleiter „anspricht“ – und zwar zum Thema Verantwortungsversagen bei Gewalt gegenüber Schutzbefohlenen.

Der Regierende Bürgermeister kommentierte die Sache gestern so: „Das ist ein furchtbarer und besorgniserregender Einzelfall, der hoffentlich nur ein Einzelfall ist und bleibt.“ Aber jeder, der sich ein bisschen auskennt mit der Situation an den Schulen, zum Beispiel die Antidiskriminierungsbeauftragte Saraya Gomis, weiß: Mobbing ist ein Massenphänomen.