Bezirke lassen Wirte am langen Arm verhungern
Endlich wieder essen gehen und draußen sitzen? Das konnten nur wenige Gastwirte in Pankow und Mitte anbieten – denn viele Außengastro-Anträge blieben liegen. Von Lorenz Maroldt
Aus Anlass des „Anti-Prokrastinationstags“ schauen wir uns zu Beginn gleich mal an, was in der Berliner Verwaltung (Motto: Was du heute kannst besorgen, das verschieb‘ auf übermorgen) im Sommer so alles liegen geblieben ist… ah ja, hier zum Beispiel, die „Anträge auf gebührenfreie Genehmigungen für die Sondernutzung öffentlicher Straßenflächen”, die Kneipen und Restaurants besser durch die Pandemie bringen sollten (wegen der Ansteckungsgefahr in den Innenräumen). In Pankow wurden von 217 Anträgen bisher gerade mal 89 bearbeitet (bei 52 Genehmigungen). Und in Mitte liegt der älteste, nicht bearbeitete Antrag bereits seit dem 29. Juni vor – da ist inzwischen das Bier schal und die Suppe kalt. Die Anträge zur Corona-bedingten Sondernutzung haben übrigens ein Verfallsdatum: Sollten sie genehmigt werden, gelten sie bis maximal zum 31.10. (Q: Anfrage Pankow Roland Schröder, Mitte Taylan Kurt).