Merkel sieht "viel guten Willen"

Vor zwei Jahren rettete Erdogan mit einem Flüchtlingsabkommen Bundeskanzlerin Merkel noch die Macht – gestern beim EU-„Mini-Gipfel“ kämpfte sie weitgehend alleine: Noch hat sie außer „viel guten Willen“ nichts in der Hand, was sie ihrem heimatlichen Innenminister Seehofer als Opfergabe darbringen kann. Dessen Ultimatum mit Handlungsankündigung an der Grenze läuft weiter – und für diesen Fall hat Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble im Interview mit dem Tagespiegel Merkels Spielraum mit Null angegeben: „Sie hat keine Bedenkzeit und keine Wahl“ – Merkel müsste Seehofer entlassen, noch vor dem Endspiel der WM (15.7.).