Mindestlohn soll auf 11,30 Euro steigen

Willkommen zum letzten Checkpoint in diesem Jahr.

Weihnachtsfrieden ist allerdings noch nicht eingekehrt, jedenfalls nicht im Senat, trotz einer überraschenden Bescherung, oder besser gesagt: gerade deswegen. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop verschickte gestern den Vergabegesetzentwurf mit einer Mindestlohnvorgabe von 11,30 Euro – allerdings nicht an die Kollegen, die darauf schon lange warten, sondern an die Kammern und Gewerkschaften. Entsprechend ist die Laune in Teilen der Landesregierung, zumal bei der Runde am Dienstag kein Wort dazu fiel. „Der Senat ist doch kein Kasperletheater“, lautet einer der harmloseren Kommentare. Vielleicht kommt’s ja zur informellen Krisensitzung – am Sonnabend in der Tempodrom-Loge zur Premierenfeier vom Circus Roncalli.