Lieber mit der Tierschutzpartei als mit der CDU

In unserer Reihe „Ex-Bürgermeister wissen es besser“ ist nach Heinz Buschkowsky und Klaus Wowereit („Berlin ist schlechter aufgestellt als jede Kreissparkasse“) heute auch noch Eberhard Diepgen dran – der CDU-Ehrenvorsitzende sagt: „SPD, Grüne und Linke haben sich für eine optische Gleichschaltung Berlins entschieden.“ Das ist, streng historisch betrachtet, von der Wortwahl her sowohl gewagt als auch falsch, denn SPD, Grüne und Linke haben sich ganz freiwillig dazu entschieden, auf Bezirkseben lieber mit der Tierschutzpartei als mit der CDU Zählgemeinschaften zur Rathausführung zu bilden. Es könnte also sein, dass die CDU trotz relativer Mehrheit in einigen Bezirken keinen einzigen Bürgermeisterposten mehr erhält (Steglitz-Zehlendorf, Marzahn-Hellersdorf, Reinickendorf). Damit hätte dann auch der Phantomprofessor Michael Wegner (designierter Balzer-Nachfolger) genug Zeit, um in Rumänien nach seinem verschollenen Titel zu forschen (auch von seiner Website ist er stiekum verschwunden) – an der Uni in Pitești kann sich jedenfalls niemand an ihn erinnern. Checkpoint-Analyse: Seine akademische Karriere kann Wegner abschreiben.