Und damit zu den CP-Sommerrubriken

In Berlin um die Welt - Brasilien:  Am Ende der Stunde stellen sich alle Teilnehmer im Kreis auf und bilden die „Roda“. Wer mutig und - wortwörtlich - schlagfertig ist, bewegt sich in den Kreis, mit einem Radschlag. Haben sich zwei Gegner gefunden, beginnen sie zu „spielen“. So nennt man im Capoeira den Kampf zwischen zwei Athleten, bei dem sie Tritte mit Drehungen und Saltos verbinden – die Zuschauer geben klatschend den Takt vor. Diese Kombination aus Kampfsporttechnik und Tanzelementen macht den Nationalsport Brasiliens (neben dem Fußball) aus. Beliebt ist er mittlerweile weltweit, und erlernen kann man ihn auch am Hermannplatz. Dort befindet sich die Capoeira Akademie Berlin, wo Sie heute um 19.15 Uhr bei einem Einsteigerkurs alles auf Schritt und Tritt lernen können (Hasenheide 9, U-Bahnhof Hermannplatz).

Sommerspaß - Der Traum der Hochzeit: Im Privatfernsehen füllen Sendungen über die Wahl des richtigen Brautkleids oder die Hochzeitsplanung ganze Nachmittage – das Museum Europäischer Kulturen geht dafür Hochzeitsträumen in einer ganzen Ausstellung  auf den Grund. Diese zeigt, woher der Brauch stammt und wie er sich über die Geschichte hinweg geändert hat. Zu sehen ist das Ganze aber nur noch bis zum 28. Juli. Das Museum befindet sich an der Dahlemer Arnimallee 25, hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr und sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, die Museumskarte kostet 8, ermäßigt 4 Euro. Sehenswert auch für Heiratsmuffel.

Sommersport - Axtwerfen: Wer ein Fan der US-Anwaltsserie „The Good Fight“ ist, wird sich noch genau erinnern: Hauptfigur Diane Lockhart, eine Upper-Class-Juristin, greift in einer Folge plötzlich zur Axt – und wirft auf eine Zielscheibe. Ja, Axtwerfen ist der neue archaische Trendsport der Hipster. Mit handlichen Geräten muss dabei die etwa sechs Meter entfernte Scheibe getroffen werden; in der TV-Serie gab es dafür eine Art Wurfstand. In Berlin bietet der „Schmiedehof“ im Pankower Ortsteil Blankenburg eine Einführung an. Aber nicht nur das: Er stellt auch sicher, dass die Axt schön scharf ist. Für jeden geeignet, nicht nur für Zimmermänner.

Jottwede - Kahnfahrt im Spreewald: Wem beim Wort „Spreewald“ nur eingelegte Gürkchen einfallen, sollte sich schleunigst in den Zug (RE2/RB24 ab Hauptbahnhof) oder ins Auto (ca. 1,5 Stunden via A13) setzen. Denn in Lübbenau kommt Urlaubslaune aufbeim Kahnfahren (oder noch besser: beim Paddeln) über die weitverzweigte, lagunenartige Spree. Die Preise variieren je nach Anbieter, beginnen bei etwa 3,50 Euro pro Person und Stunde. Zurück im Lübbenauer Hafen, genannt „Gurkenmeile“, darf die würzige Abrundung des Ausflugs natürlich nicht fehlen. Gelegenheit zum Naschen gibt‘s genug. Fürs Herumgurken zur Sicherheit etwas gegen Mücken einpacken.