Vorstoß zur Randbebauung am Tempelhofer Feld

In der Zombie-Debatte um eine Bebauung des Tempelhofer Felds hat Lorenz Maroldt im CP von gestern gefordert: Mutige Flötisten vor!Nun haben sich zwei Flötistinnen gemeldet: Iris Spranger, SPD, fordert im Tagesspiegel eine Randbebauung des Feldes, statt Kleingärten für Wohnungen zu opfern. In der Wirtschaft kommt das gut an: „Den Luxus, nicht einmal darüber nachzudenken, wie sich eine Fläche von der Größe Monacos [Anm. d. Red.: Monaco ist mit 200 ha kleiner als das Feld mit seinen 300 ha] für den dringend benötigten Wohnungsbau nutzen lässt, können wir uns schlichtweg nicht leisten“, sagt IHK-Geschäftsführer Jan Eder. Die zweite Flötistin, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Grüne, findet mal wieder keinen eindeutigen Ton: Der Vorschlag ihres Parteifreundes Florian Schmidt (CP von gestern), eine Randbebauung mit 50 Prozent am Gemeinwohl orientierten Wohnungen, sei ein „interessanter Vorstoß“. Kurzer Blick zurück: „Diese Flächen kommen wieder“, hatte Michael Müller am 19. September 2018 gesagt, und damit auch die Elisabeth-Aue in Pankow gemeint. Wieder. Und wieder.