die neueste Idee, um den BER doch noch rechtzeitig – zum nächsten anvisierten Termin – zu eröffnen, kommt von Innen- und Sportsenator Andreas Geisel (SPD). Zumindest kann man seinen abenteuerlichen Vorstoß einer „nationalen Bewerbung“ Berlins für die Olympischen Spiele 2036 auch so deuten. „Wir werden die Herausforderungen als wachsende Stadt nicht mit dem Berliner Landeshaushalt bewältigen“, warnte Geisel am Donnerstag beim IHK-Frühstück. Eine Olympiabewerbung brächte zusätzliches Geld des Bundes für neue Straßenbahn- und U-Bahnlinien. Verkehrsinfrastruktur und Olympia, da war ja was – genau 100 Jahre zuvor. An der Nazi-Parallele stört sich nicht nur die Twitter-Welt: „Geschmacklos“, findet auch Linksfraktionschef Udo Wolf die Idee, die Grüne Anja Schillhaneck spricht von einer „sinnlosen Olympiadebatte“.
In der Zombie-Debatte um eine Bebauung des Tempelhofer Felds hat Lorenz Maroldt im CP von gestern gefordert: Mutige Flötisten vor!Nun haben sich zwei Flötistinnen gemeldet: Iris Spranger, SPD, fordert im Tagesspiegel eine Randbebauung des Feldes, statt Kleingärten für Wohnungen zu opfern. In der Wirtschaft kommt das gut an: „Den Luxus, nicht einmal darüber nachzudenken, wie sich eine Fläche von der Größe Monacos [Anm. d. Red.: Monaco ist mit 200 ha kleiner als das Feld mit seinen 300 ha] für den dringend benötigten Wohnungsbau nutzen lässt, können wir uns schlichtweg nicht leisten“, sagt IHK-Geschäftsführer Jan Eder. Die zweite Flötistin, Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Grüne, findet mal wieder keinen eindeutigen Ton: Der Vorschlag ihres Parteifreundes Florian Schmidt (CP von gestern), eine Randbebauung mit 50 Prozent am Gemeinwohl orientierten Wohnungen, sei ein „interessanter Vorstoß“. Kurzer Blick zurück: „Diese Flächen kommen wieder“, hatte Michael Müller am 19. September 2018 gesagt, und damit auch die Elisabeth-Aue in Pankow gemeint. Wieder. Und wieder.
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Royal Concertgebouw Orchestra, Budapest Festival Orchestra und Konzerthausorchester Berlin: Iván Fischer dirigiert beim Orchesterfest vom 8. bis 13. März drei Spitzenorchester mit Musik Strawinskys. Am 8. März spielt das Konzerthausorchester die Suite aus „Der Feuervogel“ und das Violinkonzert mit Renaud Capuçon. 1x2 Tickets gewinnen – hier klicken (Aktionscode STRW).
Die Berliner Clubcommission fürchtet derzeit keine Zombies, aber ein Bürokratiemonster. Es trägt den Namen „Verordnung zur Änderung der Betriebs-Verordnung“, wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung erlassen und hätte das Zeug, jede größere Geburtstagsparty illegal zu machen. Denn: Veranstaltungen mit mehr als 200 Besuchern in baulich nicht dafür genehmigten Anlagen müssten künftig „rechtzeitig“ bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde angezeigt werden. „Es ist zu erwarten, dass ein Großteil der Veranstaltungen dann nicht stattfinden wird“, heißt es in einer internen Notiz der Grünen. Angesichts der überlasteten Verwaltung und komplizierter Haftungsfragen sei von einer strikten Verwaltungsauslegung auszugehen. Das könne Kunstausstellungen, Raves und alle möglichen anderen Events betreffen. Auch die Rechtsabteilung der Clubcommission befürchtet, „dass die Bauaufsicht Maßnahmen anordnen wird, die die Durchführung einer geplanten Veranstaltung nicht finanzierbar oder gar unmöglich machen.“
„Bild“-Leser sind Falschparker! Oder Falschparker sind „Bild“-Leser? In jedem Fall hatten Radfahrer am Donnerstagmorgen auf dem Radweg an der Hasenheide ausnahmsweise freie Fahrt, nachdem „Bild“ getitelt hatte: „Falschparker-Wahnsinn: 1. Berliner Bezirk lässt sofort abschleppen!“ Am Mittwochabend hat die BVV in Xhain beschlossen, in der besonders von rücksichtslosen Autofahrern geplagten Tamara-Danz-Straße an der East Side Mall (eine Chronik des Falschparkens finden Sie hier) sofort abzuschleppen. Ein viel umfassenderer Antrag, der sofortiges Abschleppen von Pkw auf allen Radwegen, aber auch auf Busspuren, vor Feuerwehreinfahrten oder auf dem Gehweg, vorsieht, wurde ebenfalls eingebracht und wird demnächst wohl beschlossen. Beschluss gut, Autos weg? Wohl eher nicht: Das Personal beim Ordnungsamt sei „dafür gar nicht vorhanden“, stellt die SPD im Bezirk fest – nicht mal für die ständige Kontrolle der Tamara-Danz-Straße.
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Die Revolution findet pünktlich statt am Sa 2. März 19:30 im Babylon: „PANZERKREUZER POTEMKIN“ mit grandioser Orchestervertonung durch das Babylon Orchester Berlin! Dirigent: Marcelo Falcão. Kein Einlass für Zuspätkommende.
Tickets online 20 Euro
Geschwärzte Akten, vorenthaltene Zeugen und sehr viele Ungereimtheiten: Zwei Jahre und zwei Monate nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz hat Innenminister Horst Seehofer am Donnerstag die Abschiebung des Amri-Kumpels Bilel Ben Ammar verteidigt. Und Andreas Geisel hat die neue Chefin der Polizeidirektion 1 (Pankow/Reinickendorf) eingeführt: Jutta Porzucek, bisher Chefin der LKA-Staatsschutz-Abteilung. Von dort wurde sie strafbefördert („Ich habe die Gefährlichkeit des Amri bezüglich eines islamistischen Terroranschlags nicht als hoch eingeschätzt“) und verdient nun 7110 Euro (B2) statt zw. 5363 und 6816 Euro (A16) (CP v. 3.12.). Geisel betonte laut Teilnehmern, wie „ruhig und beruhigend“ sie agiert habe. Am 19. Dezember 2016? Die sogenannte Maßnahme 300, die Absuche aller Treffs von Islamisten und Salafisten in Berlin, ordnete der von Porzucek geführte Staatsschutz jedenfalls erst drei Stunden nach dem Anschlag an.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Im Fall der seit 11 Tagen verschwundenen Rebecca Reusch aus Britz ist am Donnerstag ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Einem unbestätigten Bericht der „Bild“ zufolge handelt es sich um den Schwager der 15-Jährigen.
„Die Schülerin war kein Mobbingopfer“, sagte die Schulleiterin der Hausotter-Grundschule, Daniela Walter, am Donnerstag im Schulausschuss. Und widersprach damit ihrer Darstellung von Anfang Februar, dass es für die 11-Jährige, die sich das Leben genommen hatte, ein Mobbing-Problem gegeben habe. Auch ein Vater der Schule wiederholte gegenüber dem Tagesspiegel, dass die Schülerin noch kurz vor ihrem Tod massiv gemobbt worden sei.
Dass die Debatte um schlechte Luft und Lärm in der Großstadt auch eine soziale Frage ist, zeigt der Bericht zur Umweltgerechtigkeit, den der Senat am Donnerstag vorgestellt hat: Berliner in ärmeren Kiezen sind stärker mit Lärm und schlechter Luft belastet als andere. Einige Daten sind allerdings alt.
Nachtrag zur polizeilichen Kriminalitätsstatistik I: Der Alexanderplatz bleibt auch ein Jahr nach Eröffnung der Alex-Wache der Ort, an dem die meisten Straftaten in Berlin registriert werden: 19.275 im Jahr 2018. Am häufigsten kam es hier zu Diebstahlsdelikten (10.144), gefolgt von Körperverletzungen (1531). Bei der erhöhten Polizeipräsenz aber auch kein Wunder.
Nachtrag zur polizeilichen Kriminalitätsstatistik II: 6955 Polizistinnen und Polizisten wurden 2018 im Dienst angegriffen. Das sind 144 mehr als 2017 und 6955 zu viele.
Nachtrag zur polizeilichen Kriminalitätsstatistik III: Mit einer Bundesratsinitiative will Berlin die Opfer von Internetkriminalität besser schützen.
Er war ein Ausnahmemusiker. Der 1929 in Berlin geborene André Previn ließ die Grenzen zwischen Jazz, Pop und klassischer Musik verschmelzen. Dafür gewann er Oscars und Grammys. Jetzt ist der 89-jährige Komponist, Dirigent und Pianist in New York gestorben.
„Wir werden sie jagen“, hatte Alexander Gauland den großen Parteien im September 2017 gedroht. Seine Gefolgsleute nehmen ihn offenbar beim Wort: Der AfD-Bundestagsabgeordnete René Springer sucht jetzt per Stellenausschreibung einen wissenschaftlichen Mitarbeiter „mit politischem Jagdinstinkt“ – für den Bereich Arbeit und Soziales.
Nachdem einige in der Brandenburger SPD wochenlang versucht hatten, das Verfahren zu blockieren, wird die CDU-nahe Susanne Hoffmann nach Tagesspiegel-Informationen als Nachfolgerin für den verstorbenen früheren Generalstaatsanwalt Erardo C. Rautenberg als beste Kandidatin vorgeschlagen.
Das ist hart für Köpenick. Erst fällt der Strom aus. Und jetzt kommt Hertha.
Wir laufen wieder. Sind Sie dabei? Am Samstag wird gemeinsam durch den Tiergarten gejoggt. Außerdem verlosen wir unter allen Teilnehmenden ein letztes Mal Tickets für den bereits ausverkauften Berliner Halbmarathon. Los geht’s um 11 Uhr, Treffpunkt ist der Parkplatz vor dem Haus der Kulturen der Welt.
BVG, aber glücklich: Als CP-Leser Christian Merker am Mittwoch um 19.30 Uhr einen Anruf von der BVG aus Marzahn bekam, hatte er noch gar nicht bemerkt, dass seine Monatskarte weg war. Frau Scharnowski bot an, sie aufzubewahren, und als er sie am Freitag wieder in Empfang nahm, wurde er auch noch sehr freundlich empfangen. „Das nenne ich Service am Kunden!“ Ist das noch Berlin?
Eine Frau, die sich täglich für jeden fünften Einwohner Berlins engagiert, ist Christiane Braunert-Rümenapf. Mit der Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung, spricht SPD-Fraktionschef Raed Saleh in der neuen Folge seines Podcasts.
Frist verlängert: Noch bis zum 6. März können sich migrantische Unternehmerinnen und Unternehmer für den Wettbewerb „Vielfalt unternimmt“ der Senatsverwaltung für Wirtschaft bewerben.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Frau Günther hat sich hoffnungslos verzettelt und ihrem Namen als Anti-Auto-Senatorin alle Ehre gemacht.“
Die Berliner CDU, hier in Form von Oliver Friederici, reagiert gewohnt reflexartig auf den Satz:
„Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen. Je weniger Autos auf der Straße, desto mehr Platz für jene, die wirklich auf das Auto angewiesen sind.“
Verkehrssenatorin Regine Günther am Mittwoch in einer Rede zur Zukunft der Mobilität in Berlin vor der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU.
Tweet des Tages
Ich eröffne Ihnen hiermit den besten Karnevals-Witz aller Zeiten: 'Ich verkleide mich heute als Berliner Grossflughafen, dann bin ich morgen nicht so fertig.'
Stadtleben
Griechisch essen in Charlottenburg Dafür ist das Philomenis eine besonders sympathische Anlaufstelle. Vor 21 Jahren eröffnete die Besitzerin ihren kleinen Feinkostladen in der Knesebeckstraße 97, nachdem sie zunächst griechische Mandeln auf Berliner Märkten verkaufte. Im Laufe der Jahre wuchs das Sortiment, heute umfasst es zahlreiche Nusssorten, Trockenfrüchte und selbstgemachte Spezialitäten wie Philomenis Nusskuchen, Pistazienbrot, Tartes, oder Amarettini mit Sauerkirschen. Auch deftige Köstlichkeiten aus dem Mittelmeerraum muss man nicht missen: Der Mittagstisch (12-15 Uhr) bietet Moussaka, Quiches mit Lauch, Kürbis und Ziegenkäse sowie Suppen, die vor Ort in dem unprätentiösen Laden verzehrt werden können. Mo-Fr 10-19.30 Uhr, Sa 12-18 Uhr, U-Bhf Ernst-Reuter-Platz
Trinken Einst in guter Nachbarschaft mit dem Bassy Club und dem legendären White Trash, ist die 8mm Bar in der Schönhauser Allee 177b eines der letzten Überbleibsel einer Underground-Szene in dieser Gegend. Fast täglich legen hier verschiedene DJs Rock’n‘-Roll, New Wave oder Post-Punk zu Filmprojektionen auf, manchmal treten auch Bands wie Kadavar oder Gurr auf. Heute Abend spielt die amerikanische Alternative-Rockband And You Will Know Us By The Trail of Dead ein kleines Konzert ab 20 Uhr mit anschließendem DJ-Set. Tickets gibt es „zu einem niedrigen Preis“ nur an der Abendkasse – also früh kommen. U-Bhf Senefelder Platz
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Last-Minute-Tickets gibt’s für das rbb-Hörspielkino im Planetarium am Insulaner. Am Munsterdamm 90 wird ein romantisiertes Abendszenario Wirklichkeit: Es sich bequem machen, verträumt in die Sterne gucken und einem guten Hörspiel lauschen. Diesmal darf das Publikum ab 20 Uhr den Abenteuern von Kommissar Gereon Rath aus Volker Kutschers 20er-Jahre-Roman „Der Nasse Fisch“ lauschen und mitverfolgen, wie die Hauptfigur einen Kriminalfall rund um Mord, Betrug und Korruption zu lösen versucht. Karten für die abendliche ARD-Hörspielserie kosten 8 Euro. S-Bhf Priesterweg
Am Wochenende verschwimmt im Pfefferberg Theater die analoge Realität mit der digitalen. „Digitales Theater“ nennt sich das Genre, worunter Anja Neumanns Inszenierung von „Mord auf dem Holodeck“ fällt. Das Subgenre: Film Noir. Die Hauptfigur Agent Carter geht dabei einem Mordfall auf einem anderen Planeten nach, auf dem KI-Roboter herrschen und wo Hologramme miteinander interagieren können. Für das Bühnenerlebnis der Zuschauer wurde eigens eine Software entwickelt, mit der die Schauspieler*innen in der Schönhauser Allee 176 (U-Bhf Senefelder Platz) Elemente aus einem Virtual-Reality-Tool auf die Bühne projizieren können. Ziemlich real ist hingegen die Live-Swing-Band, die die mörderische Szenerie musikalisch untermalt. Karten gibt’s ab 19 Euro. Fr-So je um 20 Uhr
Am Freitag startet der Frauenmärz in Tempelhof-Schöneberg mit einer Eröffnungsfeier im Gemeinschaftshaus Lichtenrade (Lichtenrader Damm / Ecke Barnetstraße, 19 Uhr) – dieses Jahr mit geschichtspolitischem Fokus: „70 Jahre Grundgesetz – Vordenkerinnen, Akteurinnen, Erbinnen“ lautet das Motto, mit dem ein besonderes Augenmerk auf die Mütter des Grundgesetzes gelegt werden soll. Als vier Frauen unter 61 Männern im Parlamentarischen Rat erarbeiteten sie von 1948-49 das Grundgesetz und bewirkten, dass die Gleichstellung der Geschlechter in dem Papier verankert wurde. Doch noch immer ihr Programm nicht in allen Lebensbereichen verwirklicht. Mit Lesungen, Theaterperformances, Diskussionen und Stadtführungen behandelt der Bezirk diese Diskrepanz mit künstlerischen, historischen und aktuellen Ansätzen. Das ganze Programm finden Sie hier. Der Eintritt zu allen Veranstatlungen ist frei.
Vorher können Sie, wenn Sie lustig sind, ins Stadtbad Schöneberg und dort die große „Karneval-Pool-Party“ mitfeiern, die nicht weniger zu bieten hat als Wasserspielgeräte, Badeinseln zum Entspannen, einen Luftgitarren-Wettbewerb, einen Hula-Hoop-Contest und den Rekordversuch im Badekappenfüllen – natürlich mit begleitendem DJ-Set! Von 14-18 Uhr, Hauptstraße 39, U-Bhf Rathaus Schöneberg
Noch hingehen in den Farbfernseher in der Skalitzer Straße 114, der fast schon eine Kreuzberger Institution ist. In dem kleinen Laden mit nur einer Tanzfläche und einer eher lockeren Tür fanden zehn Jahre lang regelmäßig Partys statt, gespielt wurde meist House und Techno. Jetzt hat der Club sein Ende bekanntgegeben – allerdings erst im Mai. Bis dahin darf noch viel getanzt werden, zum Beispiel heute Abend bei „Frameworks Sessions #1“ mit dem DJ Derek Plaslaiko. U-Bhf Görlitzer Bahnhof
Das Stadtleben zum Wochenende von: Maria Kotsev und Jana Weiss
Prominent verraten
Der Verleger, Buchautor und Redner Florian Langenscheidt hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen (hier gleich zwei Mal im Selfie) – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leserin Angela Chambers – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr Von 22 Uhr bis Montagmorgen um 5 Uhr ist die Unterführung der L 21 (Liebenwalder Straße) unter der A 10 gesperrt. Die Zufahrt ist an der AS Birkenwerder möglich. Wegen einer Demo kommt es im Bereich Karolinenstraße (Tegel) bis zur Berliner Straße zu Staus (10 und 11.30 Uhr). Ebenso rund um die Mercedes-Benz-Arena in Friedrichshain (ab 19 Uhr), weil die Eisbären auf die Kölner Haie treffen. Auf der Hasenheide (Kreuzberg) in Richtung Hermannplatz ist der rechte Fahrstreifen bis vsl. Ende März gesperrt. Die S-Bahn meldet bei folgenden Linien von 22 Uhr bis Montag um ca. 1.30 Uhr Störungen: Die S5 fährtnicht zwischen Wuhletal und Lichtenberg, die S7 und S75 nicht zwischen Springpfuhl und Lichtenberg. Die Linien S45 und S8 fahren zwischen Flughafen Schönefeld bzw. Grünau und Adlershof nur im 20-Minuten-Takt. Ebenso die S8 und S85 zwischen Baumschulenweg und Treptower Park. Mehr Infos finden Sie wie immer auf der Seite der VIZ.
Demonstration Heute findet am Invalidenpark wieder die Demonstration „Fridays For Future“ mit rund 200 Teilnehmern von 12 bis 15 Uhr statt. „Berlin brennt“ heißt die Demonstration von 15 bis 23 Uhr vor dem Roten Rathaus, angemeldet vom Verein BerlinBrennt mit ca. 50 Teilnehmern. Mit dem Aufzug „Massentierhaltung, Schutztierhaltung, Veganismus“ laufen am Samstag rund 1000 Menschen von 12 bis 15.15 Uhr vom Alexanderplatz bis zum Pariser Platz. Das Bündnis „Berlin gegen 13“ ruft unter dem Motto „Demonstration gegen die EU-Urheberrechtsreform“ rund 300 Menschen auf, zwischen 13 und 16.30 Uhr von der Rudi-Dutschke-Straße / Lindenstraße bis zur EU-Kommission Unter den Linden zu laufen. „Gegen Verdrängung sozialer Projekte – für Selbstverwaltung“ heißt der Aufzug, mit dem ca. 150 Menschen von 15 bis 20 Uhr vom Herrfurthplatz bis zum Lausitzer Platz zieht. Und am Sonntag demonstrieren rund 100 Menschen in der Görschstraße 45 von 12 bis 14 Uhr „gegen die fünfte Amtszeit des Algerischen Präsidenten“.
Gericht Gegen eine Mutter, die ihren knapp einjährigen Sohn ihn ihrer Wohnung erstickt haben soll, beginnt der Prozess wegen Totschlags. Die 30-Jährige soll bei der Polizei gestanden haben (14.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 537).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag - Freitag - Didi Danquart (64), Regisseur und Drehbuchautor / Pepe Danquart (64), Filmemacher / Andreas Geisel (53), Innensenator (SPD) / Helmut Kuhnert (83), Eisschnellläufer / Maxi Warwel (36), Schauspielerin / Ilse Biberti (60), Schauspielerin und Schriftstellerin / Michael Cämmerer (63), "der beste Papi und Opi der Welt" / Roswitha Conrads (63), "aufmerksame CP-Leserin" / "Liebste Monika! Von Deinen Speyerer Fans die herzlichsten Glückwünsche. Hoch sollst Du leben! Deine Hedi" / Klaus Uwe Benneter (72), ehem. Juso-Vorsitzender und SPD-Generalsekretär, "immer schon und weiterhin lieber Freund und Nachbar in Steinstücken" / "Zum 18. alles Liebe und immer schön wählen gehen lieber Anton, Die Krügers"
Nachträglich - Barbara Theisen-Draheim (70), "Ich geh grad hoch" / "Herzliche Glückwünsche zum 18. für Johanna" / Nils Teifke (41), "Top-Typ und -Mitbewohner – alles Liebe von deiner Verlobten"
Sonnabend - Lothar de Maizière (79), CDU-Politiker / Kathy Radzuweit (37), ehem. Volleyball-Nationalspielerin / Frank Steffel (53), CDU-Politiker / Carola Evard (75), "Oh Carol (Sedaka), Dein Micha" / Herbert Blume (84), "Polizeioberamtsrat a.D., mehrfaches Ehrenmitglied des SV Berliner Bären, großzügiger Opa" /
Sonntag - Dieter Appelt (84), Fotograf / Rüdiger „Ritchie“ Barton (65), Keyboarder der Band Silly / Manfred Flügge (73), Schriftsteller / Jutta Hoffmann (78), Schauspielerin / Stephan Standfuß (47), CDU-Politiker
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben - Franziska Pigulla, * 6. Mai 1964 / Dieter Scheyhing, * 14. Juli 1951 / Wilhelmina Briske-van der Vaart, * 21. November 1921 / Werner Arnold Richter, * 25. November 1918 / Werner Schaare, * 6. August 1940
Stolperstein - Kurt Fischer (Jhg. 1901) musste in der Deutschen Waffen und Munitionsfabrik Borsigwalde Zwangsarbeit leisten. Heute vor 76 Jahren nahm er sich das Leben, um der sicheren Deportation zu entgehen. Er lebte in der Schönhauser Allee 113 in Prenzlauer Berg.
Im Tagesspiegel
Überwacht von sechs Kameras wächst im Berliner Tierpark ein Eisbär heran. Er trägt noch nicht einmal einen Namen - aber große Verantwortung. Lesen Sie die Reportage von Andreas Austilat heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Letzten Freitag, Tel Aviv, 6 Uhr Ortszeit: Diverse Marathonteilnehmer bewegen sich im Laufschritt durch die auch für Taxen und Busse abgesperrte Innenstadt, um pünktlich zum Startplatz zu gelangen. Dialog zwischen der etwa 25-jährigen Israelin und dem 66-jährigen Deutschen: „Where do you come from?“ „Berlin.“ „Cool!“
Ob im Laufschritt oder im Sportwagen: Kommen Sie gut ins Wochenende! Am Montag geht’s hier cool wie immer weiter. Bis bald,