Mietendeckel prallt an der Börse ab
Ein erbarmungswürdiger „Härtefall“ (§ 7) ist die staatliche Berlinovo sicher ebenso wenig wie eine der großen privaten Wohnungsfirmen. „Schade, dass die Börse geschlossen ist“, hatte Linke-MdA Sebastian Schlüsselburg am Freitagabend nach der Koalitionseinigung zum Mietendeckel mit Ätsch-Smiley getwittert, und: „Auf den Kursfall von Dt. Wohnen, Vonovia und Co müssen wir bis Montag warten.“ Na, dann schauen wir doch mal, was sich seitdem getan hat:
1) Deutsche Wohnen: Am Freitagmorgen (vor der Entscheidung) stand die Aktie bei 36,04 Euro, gestern wurde sie bei Börsenschluss für 34,34 Euro gehandelt. Den Jahrestiefstand von 28,05 Euro hat sie lange hinter sich gelassen.
2) Vonovia: Freitagfrüh 48,48 Euro, gestern bei Börsenschluss 47,96 Euro, Jahrestiefstwert: 39,30 Euro.
3) Akelius: Freitagfrüh 32,30 Euro, gestern bei Börsenschluss 32.40 Euro, Jahrestiefstwert: 31,30 Euro.
Der Markt sieht’s ebenso wie der Verfassungsschutz: Eine umstürzlerische Wirkung hat der Mietendeckel des Senats offenbar nicht.