Gelder für IBA und Olympische Spiele: Berlin spart nicht an seinen Zukunftsträumen – aber an der Expo
Überall fehlt das Geld, aber trotzdem werden große Summen für die Internationale Bauausstellung 2034 und für die Olympischen Spiele zurückgelegt. Für die Expo 2035 jedoch nichts. Von Margarethe Gallersdörfer und Sönke Matschurek.
Muss Berlin auch an Träumen sparen? Anscheinend nicht: Für die Planung der Internationalen Bauausstellung IBA sind im laufenden Jahr 900.000 Euro vorgesehen. „Die IBA 2034 wird die Bauwende zügig vorantreiben“, antwortet eine hoffnungsvolle SPD-geführte Bauverwaltung dem Checkpoint.
Auch an der Expo 2035 wird nicht gespart – denn die ist bereits begraben. Seit Amtsantritt hat Schwarz-Rot hier keinen müden Heller investiert, um sich stattdessen auf die Olympiabewerbung zu konzentrieren. Für deren Planung stehen dieses Jahr 500.000 Euro zur Verfügung – ebenfalls von Kürzungen nicht betroffen. Sportsenatorin Iris Spranger (SPD) nennt Olympia dem Checkpoint gegenüber eine „große Chance“, die „viele Berliner begeistern“ werde und positive Impulse für die Sportinfrastruktur setze. Sofern es denn klappt, muss man hinzufügen. Wie sind solche Summen fürs Träumen-Dürfen vermittelbar, wenn das Geld überall fehlt? „Ich bin mir sicher, jeder Senator ist sich bei seinen Entscheidungen der angespannten Haushaltslage bewusst“, kommentiert beherrscht CDU-Finanzsenator Stefan Evers auf Checkpoint-Anfrage.