Elif Eralp führt Berliner Linke in den Wahlkampf

Gerade erst begonnen hat der Berliner Wahlkampf – und eine vierte Spitzenkandidatin betritt die Manege.

Gestern Abend hat die Berliner Linke Elif Eralp zu ihrer Spitzenkandidatin gekürt. Mit der 44-jährigen Kreuzbergerin setzt die Partei voll auf Konfrontation mit Kai Wegner, kommentiert der Kollege Robert Kiesel. Und auf Risiko: Eine Kandidatin wie Katja Kipping hätte mehr Potenzial gehabt, im Umfragen-Hoch noch weitere Wähler der bürgerlichen Mitte für Die Linke zu gewinnen.

Kipping selbst versicherte gestern zwar auf Instagram glaubwürdig, sie habe gar nicht zur Verfügung gestanden – und nannte Eralp „Anwältin für eine funktionierende & soziale Stadt“ und „eine hervorragende Wahl“.

Doch dass Eralp nun alleinige Spitzenkandidatin ist, beweist vor allem, wie viel Macht die Bewegungslinke im Berliner Landesverband derzeit hat. Und wie wenig der pragmatische Flügel, zu dem auch Kipping zählt.

Etwas überlegen müssen sich nun schleunigst auch SPD und Grüne, wenn sie bemerkbar bleiben wollen, während CDU und Linke sich beharken.