bevor Sie heute ins Auto steigen: Es gibt eine neue mutmaßliche Brösel-Brücke in Berlin. An der A100-Brücke über die Mecklenburgische Straße wurden laut Autobahn GmbH „eine abblätternde Betonschale und Korrosionsschäden“ gefunden.
Heute ab zehn Uhr werden die äußeren Fahrstreifen der A100 in Richtung Dreieck Funkturm gesperrt. Die Auffahrt Detmolder Straße auf die A100 in Richtung Wedding bleibt bis auf Weiteres ganz dicht. Die Untersuchungen der Brücke dauern wohl bis mindestens Ende November.
Hier hätten wir jetzt eine große Portion Gute Laune für Sie – weil uns Berliner anscheinend sonst niemand leiden kann, haben Checkpoint-Leser uns ihre Liebesbriefe an die Stadt und ihre Einwohner geschickt. Entzückend, rührend und zum Schreien komisch. Wollen Sie lesen? Dann holen Sie sich einfach schnell den Checkpoint in der Vollversion!
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Berlin leckt seine Wunden, nachdem die Republik so hart mit den Hauptstädtern ins Gericht gegangen ist. Doch liebes Berlin, die Worte, die Checkpoint-Leser für dich gefunden haben, sind mehr als warm.
Dutzende Liebesbriefe haben wir erhalten. Eine Auswahl:
+ Deine Bewohner mögen grimmig aussehen, schreibt Jennifer Kirsch, „grade im Winter. Doch es ist selten, dass ein Lächeln und ein freundlicher Gruß nicht erwidert werden. Berlin hat mich angenommen hat, wie kein Ort zuvor.“
Auch Ingeborg Fischbeck kennt keine tolerantere Stadt: „Es spielt keine Rolle, wer wer ist. Es ist viel wichtiger, wer ein Herz hat.“
+ Christof Fischoeder schätzt dich „für das ‚Geht nicht‘ – und dann klappt es doch. Für ‚Hamwa imma so gemacht‘ und es dann doch ganz anders machen. Für die große Klappe und das dahinter.“
+ Deinen Humor liebt Marita Hüsing. „Er ist bissig und liebevoll zugleich.“ Deine Bewohner sind vor Überraschungen nie sicher.
Barbara Becker saß in der S-Bahn neben einem angetrunkenen Mann, „der seinen winzigen, zittrigen und kläffenden Hund versucht lallend zu beruhigen – ohne Erfolg. Plötzlich schreit er: ‚Halt endlich die Schnauze RAPUNZEL!‘
Alle Fahrgäste konnten nicht mehr aufhören vor Lachen. RAPUNZEL schwieg beleidigt auf dem Rest der Strecke.“
+ Überhaupt, Berlin, dein Verkehr. „Wenn man in Berlin gen Mitternacht am Hauptbahnhof strandet, weil der Regionalzug den Fernzuganschluss nicht erreicht hat, dann ist man enttäuscht, aber nicht verloren“, schreibt Manfred Wendl.
+ Dein kulturelles Angebot sucht seinesgleichen. „Die Theaterlandschaft ist unglaublich“, schwärmt Eckart Brandtstaedter. „Für Clubs sind wir inzwischen zu alt. Aber noch heute besuchen wir das Berliner Ensemble, die Schaubühne und das Deutsche Theater.“
Du bietest den richtigen Klang für jedes Ohr. „Als Musikliebhaber kann ich jeden Tag ein Konzert hören“, schreibt Sven Mehnert, „weil irgendwo immer der Beat brummt und die Stage brennt“.
+ Du gibst Menschen Raum, sich zu entfalten und in Kontakt zu kommen. Ewald Grunzke liebt die „1000 Möglichkeiten, sich selbst und andere zu finden. Uff jeden Topp findste den passenden Deckel wa.“
+ Du bist Weltgeschichte, auf so viele Weisen. „Jeder Schritt der Stadt atmet Geschichte“, spürt Gudrun Grühn. Und John Wilkinson mag als Brite, dass man „hier Geschichte nicht verdrängen kann“.
+ Du bist multikulti. „Die nationalen und internationalen Bewohner geben dieser Stadt ihr einmaliges Flair“, schätzt Hannelore Kühn-Kleeberg sich glücklich, hier zu leben. All die Sprachen „spilling out of the trains, restaurants, grocery stores and parks“, fügt Kai Abelkis hinzu. „Each person is bringing their own light in days of grey.“
+ Deine Bewohner ärgern sich manchmal, aber ohne dich wollen sie nicht. „Ich habe das Zusammenwachsen der Stadt inhaliert, habe den Dreck gehasst und doch immer nach spätestens zwei Wochen woanders Heimweh bekommen“, gesteht Susann Burchardt.
Und auch Sabrina Simmons lernte nach sieben Jahren im selbstgewählten Exil: „Berlin weiß man erst dann wirklich zu schätzen, wenn man mal weg war!“
+ Denn du „Haupstadt der Vogelwelt“ (Roland Schiffter) bietest Raum für noch die buntesten Vögel. Dein Himmel ist „weit, wild, überraschend und oft genug blau“ (Jutta Stakowski). In dir „hat man keine Zeit und immer etwas zu tun“ (Stephan Boy).
Du bist nicht nur eins, du bist vieles. „Ich kann in den Kiezen immer wie ein Tourist auf Reisen gehen und Neues entdecken“ (Silvia Hermes).
+ Und du erlaubst uns, diese Gefühle zu äußern. „In dir kann ich nüchtern laut auf dem Fahrrad singen und in der S-Bahn tanzen, ohne komisch angesehen zu werden“, schreibt Louisa Klewe. „In dir kann ich meine Partner:innen alle paar Monate wechseln und muss dafür nicht umziehen. Geht ja eh nicht. Egal.“
+ Und fertig bist du nie. „In Berlin beginnt alles immer und andauernd. Ein neues Leben nach der Auswanderung. Ein Bauabschnitt. Frühling im Plänterwald. Man kann sich so schön spiegeln in der Stadt“, dichtet Selina Maier.
„Sonnenuntergang auf dem Tempelhofer Feld, in der Luft Bahlsen-Kekse und Jacobs-Kaffee. Lila Wolken nach einer kurzen Berliner-Sommer-Nacht, die an der Oberbaumbrücke hängen. Rausfahren an die Dahme, wenn der Beton zu heiß wird. Die durchfeierten Nächte sind größtenteils vorbei. Die Liebe nicht, sie lebt weiter.“
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Fast schon Tradition – das Bode-Museum lädt zum zweiten Mal zur Geburtstagsfeier ein. Im ikonischen Gebäude an der Spitze der Museumsinsel erwartet Sie ein vielfältiges Programm mit Führungen, Workshops, einer Spurensuche u.v.m. Ermäßigter Eintritt und Jahreskarteninhaber*innen bringen eine zweite Person umsonst mit. Das ganze Programm hier.
Gerade erst begonnen hat der Berliner Wahlkampf – und eine vierte Spitzenkandidatin betritt die Manege.
Gestern Abend hat die Berliner Linke Elif Eralp zu ihrer Spitzenkandidatin gekürt. Mit der 44-jährigen Kreuzbergerin setzt die Partei voll auf Konfrontation mit Kai Wegner, kommentiert der Kollege Robert Kiesel. Und auf Risiko: Eine Kandidatin wie Katja Kipping hätte mehr Potenzial gehabt, im Umfragen-Hoch noch weitere Wähler der bürgerlichen Mitte für Die Linke zu gewinnen.
Kipping selbst versicherte gestern zwar auf Instagram glaubwürdig, sie habe gar nicht zur Verfügung gestanden – und nannte Eralp „Anwältin für eine funktionierende & soziale Stadt“ und „eine hervorragende Wahl“.
Doch dass Eralp nun alleinige Spitzenkandidatin ist, beweist vor allem, wie viel Macht die Bewegungslinke im Berliner Landesverband derzeit hat. Und wie wenig der pragmatische Flügel, zu dem auch Kipping zählt.
Etwas überlegen müssen sich nun schleunigst auch SPD und Grüne, wenn sie bemerkbar bleiben wollen, während CDU und Linke sich beharken.
Heute ist Welthundetag. Wie viele Bürohunde schwanzwedeln in Berlins Verwaltung denn seit der geglückten Bello-Muster-Dienstvereinbarung (Checkpoint vom 19. Juni)? „Die Zahl der Zulassungen liegt noch unter 20“, sagt Stadtrat Torsten Schatz (CDU) über das Bezirksamt Spandau. Hunde dürfen erst unterm Verwaltungsschreibtisch liegen, wenn (1) in einer anonymen Team-Abstimmung niemand widerspricht, (2) der Arbeitsbereich wenig Kundenkontakt hat, (3) ein Türschild aufgehängt und (4) der Hund im digitalen Leitsystem vermerkt wird.
Klingt technokratisch. Und ist bislang nur in Spandau und Marzahn-Hellersdorf möglich. Das Wie & Wau interessiert Schatz zufolge aber Verwaltungen aus ganz Deutschland: „Das ist echt ein Stimmungsaufheller, wenn man kurz einen Hund streicheln kann.“
Husky Nanuk aus dem Grünflächenamt etwa habe Herzen erobert. Seinen eigenen Labrador Orko lässt Schatz aber zuhause. „Das ist ein alter Herr, der jeden begrüßen möchte, und mein Büro ist ein Durchgangsbüro. Da käme Orko nicht zur Ruhe.“
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On Water. WasserWissen in Berlin
Ausstellung der Berlin University Alliance im Humboldt Labor im Humboldt Forum
Wasser ist allgegenwärtig und lebenswichtig. Im Zuge des Klimawandels gerät der Kreislauf aus dem Gleichgewicht. Zukunftsweisende Forschungsprojekte von über 50 Wissenschaftler:innen setzen sich mit dem Element auseinander. Eintritt frei.
www.on-water-berlin.de
Für viele „Swifties“ ist Taylor Swift ohnehin eine Lichtgestalt. Passend also, dass die Pop-Sängerin beim Festival of Lights unverhofft großformatig auf den Fernsehturm projiziert wurde (hier zu sehen). Grund dafür ist, wie der Checkpoint erfuhr, eine exklusive Kooperation des Festivals mit der Plattenfirma Universal Music. „Erst dadurch wird es möglich, den Besucherinnen und Besuchern alle Projektionen auf Gebäuden der Hauptstadt kostenfrei zu präsentieren“, erklärte Festival-Leiterin Birgit Zander auf Anfrage. Wie viel Geld die Mega-Reklame für Swifts neues Album „Life of a Showgirl“ gekostet hat, bleibt im Schatten verborgen.
Was meinen Sie?

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BIA FERREIRA IM HKW: Am 11.10. bespielt die queere Singer/Songwriterin, Multiinstrumentalistin und Rapperin das Miriam Makeba Auditorium im Haus der Kulturen der Welt. Ihre Auftritte leben von einer kraftvollen Mischung aus Kunst, Politik, Aktivismus und Empowerment, ihre Texte sind flammende Plädoyers gegen alltäglichen Rassismus, Queerfeindlichkeit oder soziale Ungerechtigkeit. Im Rahmen des Literaturfestivals Middle Ground. Tickets für €20/16
Kommenden Dienstag (am 14. Oktober) endet der Regel-Support für Windows 10. Sehr ärgerlich, dass die Berliner Verwaltung die Updates offenbar verschnarcht hat. Gut eine Woche vor Ablauf der Frist laufen noch immer rund 45.000 der 95.000 Rechner auf dem alten Betriebssystem, schreibt ein Sprecher der Senatskanzlei auf Anfrage.
„In den Behörden wird weiterhin mit Hochdruck an der Umstellung gearbeitet“. Besser ist‘s, denn das dürfte Berlin teuer zu stehen kommen. Eine Supporterweiterung für ein Jahr kostet etwa 50 Euro pro Arbeitsplatz. Das wären mehr als zwei Millionen Error, äh, Euro.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Apropos PC: Die Berliner Polizei möchte 20 „Auswertungsrechner“ einkaufen. Ob die sich wohl von normalen „Streifenlaptops“ und „Nachtschichtnotebooks“ unterscheiden? Die nüchterne Antwort der Polizei: „Die Benennung dient lediglich der Verdeutlichung des geplanten Einsatzzwecks.
Die zu beschaffenden Rechner sollen im Bereich der IT-Forensik eingesetzt werden und dort vorhandene Altgeräte ablösen.“ Hauptsache, sie kommen mit Windows 11.
Dritte Klinik-Insolvenz innerhalb eines Jahres: Die Park-Klinik Weißensee hat wegen Überschuldung eine Eigenverwaltung angemeldet, wie der Kollege Simon Schwarz exklusiv berichtet. So will Geschäftsführer Gunnar Pietzner die Park-Klinik und die Schlosspark-Klinik, die seit Juni ebenfalls in der Eigenverwaltung ist, noch retten.
Besuch aus der Zukunft? Ein BVG-Fahrgast klagte auf Reddit über ein 60-Euro-Bußgeld fürs Fahren mit angeblich abgelaufenem Fahrschein. Obwohl er gegen 19 Uhr pflichtbewusst abgestempelt habe, zeigte der Stempel 16.50 Uhr. Stellt sich raus: Der kleine Stempelautomat war seiner Zeit 22 Stunden voraus. „Der Entwerter am Oranienburger Tor ist jetzt provisorisch gesperrt und wird schnellstmöglich ausgetauscht“, schreibt eine BVG-Sprecherin auf Anfrage.
Das Eckige muss ins Nasse. Die Warteliste beim BSV Victoria 90 Friedrichshain reicht von Elferpunkt zu Elferpunkt (150 Interessierte) – doch auf der Insel Stralau ist für einen weiteren Platz kein Platz. Nun träumt der Fußballverein von einem schwimmenden Fußballfeld auf dem Rummelsburger See. Thailand und Singapur zeigen, dass es möglich ist. Das Bezirkssportamt ist angetan.
Machen statt meckern. Mehrmals wöchentlich trainiert die 19 Jahre alte Lykka Maibaum im Wrangelkiez die D-Jugend-Fußballerinnen des FSV Hansa 07 – und zeigt, wie Empowerment und Mädchen-Förderung geht. Sie ist Berlins Ehrenamtliche des Jahres im Sport. Olé!
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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Da hat sich ein Tippfehler ei-ngeschlichen. Kristian Ronneburg (Linke) stellte dem Senat eine Anfrage mit dem Titel „Mehr Platz für Nachwuchs – Förderung des Eisports“. L-ei-der lustig.
Vom Ei zum Vogel. Das Rebhuhn ist Vogel des Jahres 2026. Vors Binokular bekommen Sie den Wahlsieger in Berlin allerdings nicht – außer im Zoo. „Bis vor 50 Jahren gab es in den Randgebieten Berlins noch Rebhühner“, weiß unser Wildtier-Weiser Derk Ehlert.
„Heute gelten sie als ausgestorben.“ Es mangele ihnen in der Großstadt an Wohnraum (wem nicht?) und Nahrung.
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Seien Sie dabei und freuen Sie sich auf spannende Expertenbeiträge, u.a. von:
Mareike Wulf MdB, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Dr. Tanja Machalet MdB, Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, SPD
Prof. Jan-Steffen Krüssel, Leiter des Universitären Kinderwunschzentrums Düsseldorf.
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Wir fliegen weiter: Fürs Blech ordentlich blechen müssen Reisende am Hauptstadtflughafen. Eine Woche Parken kostet am BER mindestens 109 Euro – und damit 32 Euro mehr als im Bundesdurchschnitt (Q: Allright).
Nur in München und Frankfurt ist es noch teurer, sein Auto am Flughafen vor dem Abheben abzustellen.
Neuköllner mit Würfelglück können 20.000 Euro gewinnen. Doch nicht im Casino: Die Stiftung „Erbe für jeden“ verlost mehrmals im Jahr ein Grunderbe an junge Menschen. Im November haben alle Neuköllner des Jahrgangs 1995 eine Chance.
Zitat
„Er ist ein ganz normaler Diktator. Er tut nichts Besonderes.“
Julia Nawalnaja, Frau des verstorbenen russischen Oppositionellen Alexej Nawalny, gestern Abend über Wladimir Putin. Nawalnaja wurde in Berlin mit dem Ehrenpreis der Brigitte Awards 2025 ausgezeichnet.
Stadtleben
Verlosung – Falls Sie (noch) nicht zu den Fans des Splitter Orchesters gehören, hier eine kurze Einführung: Das 18-köpfige Ensemble baut gern Instrumente, improvisiert gern und spielt ebenso gern an ungewöhnlichen Orten, etwa Drogeriemarktfilialen und Krematorien. Anlässlich ihres 15. Geburtstags haben ihnen die Kolleg:innen von Sonoscopia (Portugal) eine riesige Orgel gebaut, die nun in einem ehemaligen Wasserspeicher in Prenzlauer Berg erklingt. Für dieses besondere Projekt am morgigen Abend (20 Uhr) verlosen wir 1x2 Karten! Regulär 15 Euro, Diedenhofer Straße 20, Tram-Haltestelle Knaackstr.
Essen & Trinken – In der Welt der Ramen ist Hiromitsu Mizuhara eine A-List-Celebrity. Er betreibt acht Ramen-Shops in Tokio, zwei der Läden sind im Guide Michelin empfohlen, vier stehen in der einflussreichen Tabelog-Liste für die 100 besten Restaurants in Tokio. Nur um mal die Flughöhe zu klären. Ein Wochenende lang kann man den Mizuhara-Standard auch in Berlin genießen: Die japanische Crew wurde eingeflogen und serviert in der Chipperfield-Kantine eine leichte, feine Brühe mit Sardinen, dazu eine Reis-Bowl mit Chasu – einem Rollbraten aus Schweinefleisch – sowie ein Dessert (Menü: 59 Euro). Plätze für Kurzentschlossene werden freigehalten, Reservierung ist dennoch empfohlen, Fr 13.30-22 Uhr, Sa/So 12-22 Uhr, Joachimstraße 11, S-Bhf Oranienburger Straße
Noch hingehen – Noch bis Sonntag laufen in Frankfurt (Oder) die 35. Kleist-Festtage, es gibt zahlreiche Uraufführungen. Falls Sie noch ein stärkeres Argument brauchen: 2026 ist Kleists „Der zerbrochne Krug“ bundesweit Abiturstoff. Sollten Sie also Nachwuchs haben, der demnächst Abitur schreibt, könnte man sich zusammen in den RE1 setzen (ab Alexanderplatz: 58 Minuten): Heute Abend hat „The Krug (unbroken)“ Premiere; eine moderne Ein-Mann-Fassung des Stücks mit viel Musik. Der softe Einstieg ins schwere Thema startet um 19.30 Uhr, Karte 22 Euro, Kleist Forum, Platz der Einheit 1, Frankfurt (O)
Last-Minute-Karten – Im Song „Gesegnet sind all die ohne Idole“ heißt es von Sänger Jannes-Maximilian Priebels, dass er sich viele schöne Texte durchliest und sich danach viele Fragen stellen muss. Das klingt hübsch naiv, ist aber der Pfad zu einer steilen These: Würde es uns allen besser gehen, wenn wir kompromisslos zu uns stünden, uns nicht an Idolen und Erwartungen orientierten? Genau hier findet sich der Reiz der Band Tristesse: Zunächst denkt man an typischen Indie-Rock, merkt dann aber schnell, dass dieser nur der Opener für einen ganzen Kosmos ist, lyrisch verklärt und schick getextet. Heute findet die Release-Show zum zweiten Album „Schönste Trauer“ statt (19 Uhr). Neue Zukunft, 20 Euro, Alt-Stralau 68, S-Bhf Treptower Park
Grübelstoff – Erleben Sie das auch öfter mal in der Bahn, dass – sobald ein Hund einsteigt – fremde Leute lächeln und den Besitzer oder die Besitzerin ansprechen? Also, hat (fast) nüscht mit dem heutigen Welthundetag zu tun, das funktioniert auch sonst.
Kiekste
Liebe Herbstmuffel, nehmt dies: Filmreif geht es gen Winter! Dank gebührt Leser Oliver Saal! Weitere Berlin-Shots gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Von 20 Uhr bis Montagmorgen, ca. 5 Uhr, ist die Autobahn in Richtung Treptow zwischen der Ausfahrt und Einfahrt Innsbrucker Platz gesperrt.
Innenstadt: Bis 15. Oktober sind wegen des „Festival of Lights“ temporäre Straßensperrungen auf der Straße Unter den Linden möglich.
Chausseestraße (Mitte): Die Straße ist bis Ende Oktober in Richtung Müllerstraße zwischen Tieckstraße und Invalidenstraße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt. Eine Umleitung für den Radverkehr ist eingerichtet.
Regionalverkehr – RE1: Von 22 Uhr bis 18. Oktober kommt es zwischen Potsdam und Eisenhüttenstadt zu Ausfällen, Umleitungen und Fahrzeitänderungen.
Demonstration – Für heute sind 25 Demos angemeldet (Stand 9.10., 17 Uhr), u.a. „Anlässlich eines Gütetermins zur Durchsetzung eines Tarifvertrags für Freie beim rbb wollen Mitarbeitende demonstrieren“: 30 Demonstrierende, Verdi, Magdeburger Platz 1 (10-10.45 Uhr)
„Grüner Wasserstoff aus Namibia – Kolonialismus und Energiewende“: zehn Menschen, Attac, Friedrichstraße 152 (10-11 Uhr)
„Unkürzbar!“: 1.000 Protestierende, Niederkirchnerstraße 5, Rotes Rathaus, Klosterstraße 59 (14-18 Uhr)
„Das fossile Geschäft der Deutschen Bank“: zehn Teilnehmende, Urgewald, Herbert-von-Karajan-Straße 1 (19-21 Uhr)
„Lasst uns die Stadt erleuchten! (Fahrraddemonstration)“: 1.500 Menschen, ADFC Berlin, Potsdamer Platz, Großer Stern, Mehringdamm, Holzmarktstraße, Neptunbrunnen (20-22.30 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 34 Demos, u.a. „They are coming home! Let us come together to celebrate their return – a wish for healing, peace, and renewal“: 500 Menschen, Bebelplatz (11-21 Uhr)
„Gegen Luxushotels, Büros und eine Regierung, die die Interessen der Bezirke und der Menschen, die sie vertreten sollen, missachtet!“: 300 Demonstrierende, Warschauer Platz 18, Wühlischstraße, Markgrafendamm 24 (13-19 Uhr)
„United 4 Gaza“: 5.000 Menschen, Straße des 17. Juni, Rosenthaler Straße, Neptunbrunnen (15-21 Uhr)
„Bass gegen Hass – Jugendtanzdemo gegen Rechtsextremismus in Treptow-Köpenick“: 200 Demonstrierende, S-Bhf Köpenick/Elcknerplatz, Wendenschlossstraße, Mandrellaplatz (18-21 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 18 Demos, u.a. „100 Jahre Schwimmverbot“: 400 Menschen, Flussbad Berlin e.V., Schinkelplatz 5, Spreekanal (10-18 Uhr)
„Kidical Mass, Flächengerechtigkeit, Schulwegsicherheit, sichere Radwege, Ausbau von Radwege, Auswirkung der Eröffnung Autobahn Abschnitt 16, Kinder aufs Rad“: 250 Demonstrierende, KungerKiezInitiative, Heidelberger Straße 90, Am Treptower Park, Heidelbergerstraße (11-13 Uhr)
„Stoppt die US-Blockade gegen Kuba“: 250 Teilnehmende, Freundschaftsgesellschaft Berlin-Kuba, Stavangerstraße 20, Rosenthaler Platz, Pariser Platz (12-16 Uhr)
Gericht – Einem mutmaßlichen Einbrecher wird der Prozess gemacht. Der vorbestrafte 43-Jährige soll im August 2024 in zwei Gartenlauben und in eine Wohnung eingestiegen sein, um Wertgegenstände zu entwenden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A504).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Norbert Bisky (55), gilt als einer der wichtigen zeitgenössischen deutschen Künstler, Atelier in Berlin / Gerhard Ertl (89), Physiker und Oberflächenchemiker, bis 2004 Direktor der Abteilung Physikalische Chemie des Fritz-Haber-Institutes in Berlin, 2007 Nobelpreis für Chemie / Stefan Evers (46), Politiker (CDU), Senator für Finanzen / „Die ‚Very nice companie‘ gratuliert ihrem Gründungsmitglied, dem Träger der Ehren-Medaille, Peter Leimbach, zum 90. Geburtstag – Deine Empathie bleibt Vorbild.“ / „Herzliche Glückwünsche mit Trommelwirbel aus Schöneiche für Tina Powileit“ / „Herzliche Geburtstagswünsche für Arnulf R. vom gleichaltrigen Westi“ / Arnulf Rating (74), gründete 1977 in Berlin „Die 3 Tornados“, tritt mit Soloprogrammen auf, u.a. am 9. November in der Ufa-Fabrik / „Thomas Schlodder (65), derzeitiger noch EVD-Guru bei der DB AG und verschollen am Kleinen Baalsee. Lieber Thomas, hoffentlich können wir bald mal wieder etwas gemeinsam in Berlin unternehmen. Da Du ja jetzt als Rentner mehr Zeit hast, ist es doch gar nicht so schlimm in der Großstadt! Es gratulieren: Hans-Dieter und Siggi“
Sonnabend – Alexander Hacke (60), Musiker, bekannt ist er vor allem als Gitarrist und Bassist der Band Einstürzende Neubauten / Sascha Hehn (71), Schauspieler, bekannt durch seine Rollen in „Die Schwarzwaldklinik“ und „Das Traumschiff“ / „Liebe Isabella Klose, herzlichen Glückwunsch vom Checkpoint-Team!“ / „Karin Lau wird 84. Meiner innig geliebten Frau gehören alle besten Wünsche für weitere Jahre in guter Gesundheit.“ / Paula Schramm (36), Schauspielerin (u.a. „Doctor’s Diary“), spielt auch Theater, u.a. am Hans Otto Theater / DJ Tomekk (50), Produzent und DJ, in der Dance-Show „Berlin Nights“ (2017) war er eine der Hauptfiguren
Sonntag – „Jürgen Freimark (83), Präsident a.D. des Lageso Berlin: Lieber Papa, die ganze Familie wünscht Dir weiterhin viel Gesundheit“ / Hugh Jackman (57), australischer Schauspieler, u.a. spielt er in der „X-Men“-Reihe, mit „The Man. The Music. The Show“ trat er auch in Berlin auf / Sophie von Kessel (57), Schauspielerin (u.a. „Die Konferenz“), spielte bei den Salzburger Festspielen die Buhlschaft im „Jedermann“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dirk Heinisch, verstorben im September 2025 / Wolfram Jahn, * 26. Dezember 1938, verstorben am 18. September 2025
Stolperstein – Charlotte Salomon (*1917) studierte in Berlin an der Kunsthochschule, 1939 flüchtete sie nach Südfrankreich. Dort schrieb sie das „Singspiel“ genannte Werk „Leben? Oder Theater?“, das nach dem Krieg vielfach ausgestellt wurde. Im Juni 1943 heiratete sie den österreichischen Emigranten Alexander Nagler, kurz darauf wurde das Paar in Frankreich verhaftet und nach Auschwitz deportiert. Charlotte war im fünften Monat schwanger, als sie am 10. Oktober 1943 im KZ ermordet wurde. In Kreuzberg wurde eine Grundschule nach Charlotte Salomon benannt. An sie erinnert außerdem ein Stolperstein in der Wielandstraße 15 in Charlottenburg.
Encore
Noch mal zurück zum Welthundetag: Wie treibt eigentlich Berlins Regierender Labrador, Caspar?
„Hunde bereichern das Leben vieler Menschen, auch meines“, ließ Kai Wegner dem Checkpoin ausrichten. „Caspar ist meiner Familie und mir seit vielen Jahren ein treuer Begleiter, ich möchte ihn keinen Tag missen.“ Wuff!
Die besten Themen erschnüffelt und recherchiert hat heute Christoph Papenhausen, Antje Scherer hat die Fährte ins Stadtleben verfolgt und Paula Hitzemann sorgt dafür, dass der Checkpoint in ihrem Postfach bei Fuß geht. Morgen wirft hier Jessica Gummersbach die Stöckchen – auf Wiedersehen zum Wochenrätsel!