Gefährliche Tram-Haltestelle wird trotz Unfalls und Bürgerhinweisen nicht entschärft
Am Köllnischen Platz ist es gefährlich für Tram-Fahrgäste. Autofahrer rasen häufig an der Haltestelle durch. Die Behörden tun nichts. Von Stefan Jacobs.
Dabei fällt mir ein, dass ich noch jemanden grüßen möchte, nämlich den Fahrer der Tram 68, der am Köllnischen Platz geistesgegenwärtig die Türen geschlossen hielt, bis der auswärtige Mercedes-SUV mit ca. Tempo 50 rechts an der in Fahrbahnmitte haltenden Bahn vorbeigerauscht war. Der Autofahrer hatte die Haltestelle gar nicht bemerkt. Laut Polizei wurde dort bereits 2019 ein BVG-Fahrgast angefahren. Es gibt Eltern in Köpenick, die ihre Kinder wegen dieser Gefahrenstelle nicht mit der Bahn zur Schule fahren lassen. Müsste man da nicht eine Ampel installieren oder wenigstens ein großes H-Schild aufmalen? In Absprache mit der Schule wurden Bezirksamt und Senatsverkehrsverwaltung im März 2020 um Abhilfe gebeten. Das Büro von Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) antwortete am 4. März 2020: „Die Beantwortung wird noch etwas Zeit in Anspruch nehmen.“ Die Verkehrsverwaltung kündigte am 16. März 2020 „eine längere Bearbeitungszeit“ an. So viel zum Stand der Umsetzung des Großprojekts Vision Zero in Berlin.