Neuköllns Integrationsbeauftragte: „Frauen im Bikini gelten als Freiwild“
Themenwechsel: „Ich gehe mit meinen Kindern, 12 und 9 Jahre alt, nicht mehr ins Culle“, schreibt Neuköllns Integrationsbeauftragte Güner Balci in einem Gastbeitrag für die „Zeit“ über das Columbiabad. „An den Hitzenachmittagen des nun zu Ende gehenden Sommers war die Stimmung hier angespannt. Hauptsächlich Männer und Jungs im Wasser, bekleidete Frauen am Beckenrand. Zu laut alles, zu voll. Und das Gefühl, dass hier Machos die Regeln machen.“ Das Bad sei an manchen Tagen ein „regelrechtes Männerbad“. Die ehemalige Journalistin Balci schreibt, Frauen im Bikini würden „als Freiwild gelten und Verachtung ernten“. Ihre Forderung: „Ich wünsche mir für die Bademeister eine Aufwertung ihres Berufsstandes (doppelter Verdienst) und mehr Handhabe gegen Hitzköpfe (strenge Türsteherpolitik).“ Außerdem schreibt Balci: „In meinem idealen Sommerbad hätten Patriarchat-Prolls und Neonazis Poolverbot.“