Frau in Spandauer Park eingesperrt

Kein Wunder, dass alle wegwollen. Denn wer bleibet, der leidet. Wie unsere Leserin Doris Himmelsbach, die ihren 62. Geburtstag an der frischen Luft feiern wollte – bei einem Ausflug in den Südpark in Spandau aber die zweite Luft brauchte. Denn das Freizeitgelände des Parks schließt um 19 Uhr, deshalb ging Doris Himmelsbach schon eine Viertelstunde vorher zum Ausgang – der aber schon verrammelt war. Ihr Handy lag hoch oben in der Wohnung, die Zäune waren hoch oben verstacheldrahtet. Ein Spaziergänger hörte irgendwann ihre Hilferufe, rief das Bezirksamt an, das nicht erreichbar war; rief die Polizei an, die den Zäunen nicht gewachsen war; rief schließlich die Feuerwehr, die die Frau mit zwei Leitern rettete. In Spandaus Sperrstunden gilt also: Leiter, Leiter, immer weiter.