Als die SPD 2011 den Grünen die kalte Schulter zeigte
Dazu noch eine kleine Erinnerung, die recht gegenwärtig wirkt: 2011 standen nach diversen Sondierungsgesprächen alle Zeichen auf Rot-Grün. Doch schon nach der ersten Runde der anschießenden Koalitionsverhandlungen erklärte SPD-Chef Michael Müller den Versuch einer Senatsbildung für gescheitert – angeblich wegen des Streits um die A100, dessen Weiterbau die Sozialdemokraten unbedingt wollten und den die Grünen unbedingt verhindern wollten. Grünen-Parteichefin Bettina Jarasch sagte damals: „Es ist nicht wirklich an der A100 gescheitert. Es gab nicht wirklich den Willen bei der SPD, gemeinsam mit uns eine Koalition einzugehen.“ Klaus Wowereit hatte das tatsächlich nie wirklich gewollt: Nach dem erfolgreichen Scheitern der Verhandlungen mit den Grünen nahm die SPD die Gespräche mit der CDU wieder auf – und beide regierte bis 2016, dann kam Rot-Rot-Grün.