Gute Firma, schlechte Firma

Nach dem Motto „gute Firma, schlechte Firma“ hat die Senatsverwaltung für Finanzen gerade die landeseigene Immobilienfirma Berlinovo mit Airbnb in aller Öffentlichkeit verglichen. Anlass war, dass immer wieder mal im CP stand, wie die Berlinovo mit möblierten Apartments Geld macht (die sie ja auch dem normalen Wohnungsmarkt zur Verfügung stellen könnte), während Privatleute das mit den eigenen vier Wänden nur sehr eingeschränkt dürfen. Die Frage der Zweckentfremdung stand, nun ja, im Raum, heftig dementiert von der Senatsseite. Dazu mal der unkommentierte Kommentar von Christian Gräff, dem wirtschaftspolitischen Sprecher der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus: „Das Vorgehen der Senatsverwaltung für Finanzen ist ein unfassbarer Vorgang, der so wohl nur in Berlin möglich ist. Dass sich eine steuerverwaltende Behörde mit einer solchen Mitteilung in die Geschäftsmodelle zweier konkurrierender Unternehmen einmischt, ist ein unglaublicher Vorgang. Es wäre die Aufgabe von Berlinovo gewesen, sich gegen echte oder falsche Behauptungen zur Wehr zu setzen.“