Berliner Unternehmerpaar kauft „Berliner Verlag“

Spannender Tag für die Berliner Medienlandschaft: Ihr Name geisterte schon seit ein paar Wochen durch die Flure des Berliner Verlags (und von dort zum ausnahmsweise Mal verschwiegenen Checkpoint), gestern kamen sie dann selbst - Silke und Holger Friedrich, Privatschulgründer („Berlin Metropolitan School“), Techno-Club-Betreiber („E-Werk“), IT-Unternehmer („Core“), Berliner und neue Eigentümer von „Berliner Zeitung“ und „Berliner Kurier“. Ihre Motivation (u.a.): „Wir verstehen diesen Schritt als zivilgesellschaftliches Engagement in bewegten Zeiten.“ Team Checkpoint wünscht den Neuverlegern einen guten Start – und der Redaktion um Chefredakteur Jochen Arntz den verdienten Respekt der Neueigentümer.

Zufällig passend dazu war ich gestern im Bundestag eingeladen zu einem Fachgespräch der Grünen-Fraktion über die Zukunft des Journalismus – das ganze Jakob-Kaiser-Haus vibrierte, was aber eher an erschütternden Bauarbeiten lag. Klassisch im Berlin-Style zeigte sich auch der Aufzug: Außer Betrieb.

Unsere frühere Kollegin Elisa Simantke präsentierte dort übrigens das internationale Projekt „Investigate Europe“, das sie zusammen mit Tagesspiegel-Redakteur Harald Schumann gegründet hat. Die neueste, anschauliche Recherche über die Folgen chinesischer Milliarden-Investitionen in Europa haben wir gerade im Tagesspiegel veröffentlicht, hier ist sie.