Diskussion um Polizeipräsidentin

Traut sich Polizeipräsidentin Barbara Slowik nicht, auf dem Tempelhofer Feld zu joggen? Aus Angst vor Gewalt? So wird’s jedenfalls im Präsidium erzählt (CP von gestern). „Schwachsinn!“, sagt jetzt Slowik. Die Personalvertretung „Unabhängige in der Polizei“ widerspricht: „Sie hat es im vertraulichen Gespräch gesagt und jetzt ist es öffentlich, das ist für sie sicherlich bedauerlich.“ (Q: „B.Z.“) Anlass für die Indiskretion war ein Interview von Slowik in der „Zeit“, wo sie u.a. sagte: Ich erzeuge gefühlte Sicherheit“ – in internen Polizei-Chats erzeugte das bittere Heiterkeit („Kondomwerbung“).
Neben ihrem öffentlichen Kommentar hat Slowik gestern aber auch eine interne Mail an die Mitarbeiterinnen der Polizei geschrieben (eine CP-Stichprobe ergab: Bei mehreren Herren war nichts im Postfach), lesen wir doch mal rein ...
„In der gesamten Polizei Berlin ist eine offene Diskussions- und Führungskultur für mich von zentraler Bedeutung. Gerade im Zusammenhang mit den immer wiederkehrenden Vorwürfen rund um die Polizeiakademie – aber auch anderen Themen – und einer immer schneller werdenden Verbreitung von Gerüchten, insbesondere in den sozialen Medien, ist dieser Punkt ins Blickfeld gerückt. Daher möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, wenn Sie Kritik, Änderungsbedarf oder Fragen einbringen wollen: Wir verfügen über eine Vielzahl von Anlaufstellen, die alle außerhalb des Dienstweges genutzt werden können!“
Jawoll, richtig! Zum Beispiel diese Adresse hier: checkpoint@tagesspiegel.de – auch weiterhin eine perfekte Anlaufstelle außerhalb des Dienstwegs, und das Besondere daran: Ihre Eingaben werden – wie auch bisher schon – in jedem Fall streng vertraulich behandelt.