Berliner Nachtleben: Es wird gefeiert und getanzt

Vom Berliner Nachtleben (ohne Clubs) lässt sich das allerdings nicht so ohne weiteres sagen. Sebastian Leber hat sich für den Tagesspiegel mal umgeschaut, wie es so läuft – hier ein Ausschnitt(Hinweis für Schulkinder: diesen Abschnitt bitte überspringen):

Wer einen Überblick bekommen möchte, wie viele Corona-Sicherheitsregeln sich aktuell gleichzeitig brechen lassen, dem empfiehlt sich ein Besuch der ‚Paris Bar‘ in der Charlottenburger Kantstraße. Freitagabend tragen Kellner dort ihre Masken auf Kinnhöhe, bedecken weder Nase noch Mund. Der Barkeeper hält es genauso. Auf dem Bürgersteig sind die Tische teilweise so eng aneinandergereiht, dass Gäste Rücken an Rücken sitzen, die Mindestabstände werden systematisch unterschritten. Die Regel, dass Gäste Masken aufziehen müssen, wenn sie etwa auf die Toilette wollen, wird ebenfalls ignoriert. Dafür stehen sie dicht gedrängt auf dem Bürgersteig beieinander. Der Kellner füllt sogar den dort Stehenden ihre Gläser auf.“

Darauf ein Corona. Die Zahl der Neuinfektionen in Berlin steigt übrigens wieder, pünktlich zwei Wochen nach dem Club-Rave mit Abschusskundgebung vor dem Urbankrankenhaus. Die meisten Fälle werden aus Neukölln gemeldet. Auch dort war Sebastian Leber, mit unterschiedlichen Eindrücken kam er zurück. Während im „Silver Future“ alles nach Vorschrift läuft („Wir solidarisieren uns mit den Menschen, für die Corona lebensgefährlich ist“, heißt es dort auf einem Schild), stehen im „Kaduka“ die Gäste dicht gedrängt an der Theke, und die Keeper verzichten auf den Mundschutz. Eine Kneipe weiter wird nach Mitternacht ausgiebig getanzt – auch hinter der Theke machen alle mit. „Ist halt asozial“, sagt Kenneth vor dem nahegelegenen Späti. Und wie es im „Bierbaum III“ zuging, steht weiter unten im „Zitat“.