Jeder vierte Berliner ist kein Deutscher: Immer weniger Berliner dürfen den Bundestag wählen
Berlin wird immer internationaler. Allerdings dürfen nur Einwohner mit deutscher Staatsbürgerschaft wählen. Im Vergleich zu 2017 gibt es 86.000 wahlberechtigte Deutsche weniger. Von Christian Latz und Jessica Gummersbach.
Bei der Bundestagswahl am 23. Februar haben die Berliner die Wahl – doch immer weniger Hauptstädter dürfen wählen. Bei der Bundestagswahl 2017 registrierten die Behörden noch 2.503.070 Wahlberechtigte in Berlin. In diesem Jahr sind es nur noch 2.417.565 Personen. Mehr als 86.000 Deutsche über 18 weniger wohnen heute in Berlin als noch vor acht Jahren. Was nicht heißt, dass die Stadt schrumpft. Berlin wird nur immer internationaler. Dazu nochmal ein Blick in die Statistik: Zum 31. Dezember 2016 (der Stichtag für die Meldedaten zur Wahl) lebten 676.741 Ausländer in Berlin, ein Anteil von 18,4 Prozent. Bis zum 30. Juni 2024 stieg ihre Zahl auf 964.957. Fast jeder vierte Berliner ist heute kein Deutscher – und kann auch nicht mit darüber entscheiden, was in der Stadt und im Land politisch passiert.