Behördenpingpong – Gesundheitsämter versus Bildungsverwaltung

Die Gesundheitsämter verkünden das Ende der 5-Tage-Quarantäne. Doch Gesundheits- und Schulverwaltung wissen von nichts. Und was macht die neue Bildungssenatorin? Lorenz Maroldt kommentiert.

Behördenpingpong – Gesundheitsämter versus Bildungsverwaltung
Foto: IMAGO/Panthermedia

Neue Anti-Corona-Taktik in Berlin – an den Schulen soll das Virus offenbar mit einer Partie Behördenpingpong zur Strecke gebracht werden: Die Gesundheitsämter verkünden das Ende der 5-Tage-Quarantäne für Positiv-Kontakt-Schüler, Gesundheits- und Schulverwaltung wissen von nichts – und in der Corona-Verordnung des Senats heißt es weiterhin, dass für Schülerinnen und Schüler sowie Kinder in den Angeboten der Kindertagesbetreuung „die Quarantäne als Kontaktperson bereits nach fünf Tagen durch einen Antigenschnelltest oder PCR-Test beendet werden“ kann. Dazu folgender Hinweis: Falls Sie heute weinende Erwachsene sehen – das sind mit ziemlicher Sicherheit verzweifelte Eltern, die nach zwei Jahren Pandemie die Schulwelt nicht mehr verstehen.

Apropos Schule – was macht eigentlich die neue Senatorin Astrid-Sabine Busse? Ist sie schon im Amt? Mal schauen… ah, tatsächlich: Laut letzter Pressemitteilung (die ist allerdings auch schon vom 21.1.) war sie zu Gast bei der Gala der Staatlichen Ballettschule – der Verlautbarung zufolge für die Senatorin „ein künstlerischer Genuss“. Offenbar ist Monty Python zum Senatsberater ernannt worden – auf seinen Tipp können Sie sogar pfeifen: „Always look on the bright side of life…“