Meinungsforscher Jung rät der CDU ab von konservativem Rollback

Matthias Jung von der „Forschungsgruppe Wahlen“ legt die CDU auf die Couch – sein Resümee nach der Tiefenanalyse:

„Wenn heute manche in der Union eine Vernachlässigung des Konservativen beklagen, vergessen sie, dass die Wählerschichten inzwischen einfach fehlen, die das als ihre politische Grundorientierung betrachten. Bezeichnenderweise reklamieren eine Vernachlässigung des Konservativen eher Journalisten und Publizisten, die sich außerhalb der Partei befinden und die ihren Befund oft bewusst in Abgrenzung zur mehrheitlichen Einstellung der Bevölkerung setzen, die sie gerne als ‚Zeitgeist‘ diffamieren. Die Meinung der Wahlberechtigten fällt eindeutig aus: Während 57 % aller Befragten mit dem realisierten Kurs der CDU einverstanden sind oder für eine noch weitergehende Modernisierung plädieren, fordern nur 33 % mehr traditionell-konservative Positionen der CDU ein. Bei Anhängern der CDU/CSU fällt dieser Befund fast identisch aus (61 % zu 35 %).“ (Q: „Springer Fachmedien“)