Senats-Expedition in den Görlitzer Park
Die Debatte um Sicherheit im und um den Görlitzer Park ist um einen kuriosen Tag reicher: Dorthin ging es für den Senat am Dienstag auf große Expedition. Tief hinein nach Friedrichshain-Kreuzberg, wo die aktuelle Regierung nur wenige gewählt haben (CDU und SPD zusammen 28%) und Nachrichten über Drogenelend und Gewalt zuletzt die Runde machten. Per Reisebus fuhr der Tross durch die Region im rauen Herzen Berlins zunächst zum Treffen mit der dortigen Bezirksfürstin Clara Herrmann (Grüne). Obwohl beide Seiten dieselbe Sprache sprachen, klappte es mit der Verständigung nicht wirklich.
Krönender Abschluss nach weiteren Etappen schließlich: der Görlitzer Park. Von dem wollte sich der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) selbst ein Bild machen, ehe der von ihm angeordnete Zaun um die Anlage gebaut wird. Doch die Expedition stand unter keinem guten Stern. Kaum im Park drängten sich 150 wütende Mehr-oder-weniger-Ureinwohner um den Regierenden. „Der Görli bleibt auf!“ und „Haut ab!“, riefen sie. Expeditionsleiter Wegner aber zeigte sich davon unbeeindruckt: „Der Regierende Bürgermeister geht an jeden Ort dieser Stadt.“ Was von der fragwürdigen Tour an Zählbarem bleibt: Der Zaun um den Görlitzer Park soll noch immer kommen. Im Sommer 2024. Und mindestens ein Jahr bleiben. Den ganzen Tourbericht der Kollegen Daniel Böldt und Robert Kiesel lesen Sie hier.