Nancy Böhning: Keine Antidiskriminierungsstelle für ehemalige Bundesgeschäftsführerin
Apropos SPD – was macht eigentlich Nancy Böhning? Die Frau des Ex-Senatskanzleichefs Björn Böhning war kaum zur Bundesgeschäftsführerin gekürt, da setzte sie die neue Parteichefin Andrea Nahles auch schon wieder vor die Tür – an der anerkannten politischen Qualifikation der vormaligen WBH-Referentin lag es nicht: Nahles bevorzugte ihren Vertrauten Thorben Albrecht, Böhning sollte als Kompensation die Antidiskriminierungsstelle übernehmen. Doch da sperrte sich der Personalrat – gerade diese Behörde (Teil des SPD-geführten Familienministeriums) müsse ein sauberes Besetzungsverfahren garantieren, frei von parteipolitischer Opportunität. Und so findet sich die Familie Böhning plötzlich ungewollt in einer altmodischen Rollenverteilung wieder: Er geht arbeiten (als Staatssekretär im Arbeitsministerium), sie wartet zuhause – aber das gut bezahlt.