Maßnahme gegen Diskriminierung: Senat schafft Ansprechperson für antimuslimischen Rassismus

Nach einer Studie des Deutschen Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung will Sozialsenatorin Kiziltepe nun endlich die Stelle für antimuslimischen Rassismus besetzen. Von Daniel Böldt.

Maßnahme gegen Diskriminierung: Senat schafft Ansprechperson für antimuslimischen Rassismus
Foto: dpa / Hannes P Albert

Anderes Thema: Rassismus ist Alltag in Deutschland. Fast die Hälfte aller Menschen, die sich ethnischen oder religiösen Minderheiten zugehörig fühlen, erlebt regelmäßig rassistische Diskriminierung. Das ist eines der Ergebnisse der Studie, die das Deutsche Zentrums für Integrations- und Migrationsforschung gestern vorstellte. „Über 60 Prozent der muslimischen Frauen und Schwarzen Menschen erleben verstärkt subtile Formen der Diskriminierung“, sagte Aylin Mengi, eine der Co-Autorin des Berichts.

Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), die auch für Antidiskriminierung zuständig ist, will unter anderem aufgrund dieser Ergebnisse eine seit langem erhobene Forderung der SPD umsetzen. Neben einer bereits eingerichteten Meldestelle zu antimuslimischem Rassismus soll nun die Stelle eines speziellen Beauftragten geschaffen werden. „Wir wollen den nächsten Schritt gehen und für die Erarbeitung der Landesstrategie zu antimuslimischem Rassismus eine Ansprechperson zu antimuslimischem Rassismus benennen“, sagte Kiziltepe dem Checkpoint. „Ziel ist, dass diese Person am 1. Juli, dem Tag gegen antimuslimischen Rassismus, ihre Arbeit aufnimmt.