So könnten Laschet und Söder ihren Zweikampf austragen

In der CDU zehrt weiterhin das Gerangel um die Kanzlerkandidatur an den Nerven. Unser Autor hat einen Vorschlag zur Güte. Aus dem Checkpoint. Von Lorenz Maroldt

So könnten Laschet und Söder ihren Zweikampf austragen
Foto: Guido Kirchner/dpa

So, und an dieser Stelle müssen wir (wie bereits gestern) schon wieder unser schönes Berlin-Programm unterbrechen für eine wichtige Durchsage von CDU und CSU, diesmal aus der Sitzung der Bundestagsfraktion – denn dort sitzen dem Vorsitzenden Ralph Brinkhaus zufolge „Kameradenschweine“ herum. Ihr Vergehen: Sie informierten gestern Journalisten per Smartphone heimlich über den Verlauf der Kandidatenrunde von GNTM (Germanys Next Topmerkel) – u.a. „stachen sie durch“, dass Brinkhaus sie unbekannterweise „Kameradenschweine“ nannte. Es kommentiert Kevin, unser Lieblingswildschein: „Grunz“.

Den Checkpoint-Vorschlag zur Güte (Laschet und Söder teilen sich den Job – der eine darf immer ran, wenn die Inzidenz unter 100 ist, der andere, wenn sie drüber liegt) wurde nach erbitterter Debatte abgelehnt – aber wie es weitergeht, ist auch nicht klar. Neuer Vorschlag: Da Bayern gestern aus der Champions-League geflogen ist (trotz eines 1:0-Siegs in Paris) und Schalke aus der ersten Liga absteigt, sind zwei schöne Stadien für einen Zweikampf frei: Hinspiel in München in der Disziplin Mittelfingerhakeln unter Starkbiereinfluss, Rückspiel in Gelsenkirchen in der Disziplin Gammelfleischweitwurf mit Kameradenschweinen (gesponsort von Tönnies). Die danach noch übrig gebliebenen Mitglieder versammeln sich Corona-konform bei Merkel (max. 5 Personen) und lösen den Verein ordnungsgemäß auf.