Das wahre Busfahrer-Motto: „Schnauze!“
Nein, Stopp, das stimmt natürlich nicht - das wahre Motto der BVG, jedenfalls ihrer Busfahrer, lautet wie eh und je: „Schnauze!“
Unser Beispiel heute: Ein Sommerabend in der Urbanstraße, der M41 rauscht heran, eine Checkpoint-Leserin rennt nach vorne – hier ihr Bericht:
„Der Fahrer muss mich gesehen haben! Er schaut stur geradeaus. Die Tür bleibt zu. Ick bin eine Bärlinerin und nicht auf den Mund gefallen. Dreimal kräftig geklopft und die Tür geht auf. Ich will mit einem 10-Euro-Schein bezahlen, und schon geht es los:
Er schnippisch: ‚Erst zu spät kommen und dann noch bar bezahlen.‘
Ich fröhlich: ‚Klar, bis zum 1.9. darf ich ja noch.‘
Ich nehme das Wechselgeld aus der Schale und suche, ohne Brille und unerfahren im Busfahren, das Ticket. Der Fahrer lässt mich suchen, ich entdecke den Drucker, nehme das Ticket und setzte mich direkt hinter ihn auf den Gangplatz.
Und es geht weiter, Satz hin, Satz her, bis ich in kindlichem Ton sage:
‚Meine Mama hat mir verboten, immer das letzte Wort zu haben.‘
Der Fahrer: ‚Hat ja wohl nichts genutzt!‘
Ich schweige und grinse breit vor mich hin. Aber beim Aussteigen sage ich:
‚Danke für den herrlichen Dialog!‘
Und damit hatte ich doch das letzte Wort.
Man könnte meinen, dass das lustig war. Aber wieso pampt mich der Busfahrer an, weil er in der Urbanstraße im Dunkeln eine Frau mitnehmen muss, die auch noch Bargeld hat? Ich würde mir wünschen, dass Menschen, die mit anderen Menschen Kontakt habe, etwas mehr Empathie und soziale Kompetenz zeigen.“