Platzdienst soll den Leopoldplatz befrieden

Um Berlins Platzprobleme (Alexanderplatz, Gendarmenmarkt) ging es hier gestern schon. Am Leopoldplatz im Wedding beschweren sich Anwohner vor allem über Drogen, Alkohol, Urinieren, Vermüllung und Lärm. Mit Ordnungsamt und Polizei kommt der Bezirk nicht mehr hinterher. Deshalb soll es nun ein privater Sicherheitsdienst richten. Per öffentlicher Ausschreibung sucht das Bezirksamt Mitte einen „gemeinwesenorientierten Platzdienst“ – zur „Erhöhung der Regelakzeptanz und Konfliktreduzierung im öffentlichen Raum“. Die Hoffnung: Dass Menschen durch „aktive Ansprache“ (Aufgabe des Platzdienstes) ihr Verhalten ändern. Was sonst zur Job-Beschreibung gehört: Die „Dokumentation von örtlichen Problemfeldern, z.B.: wo wird wild uriniert“ und das Eingreifen bei Konflikten und Notfällen. Läuft es gut, kann der Sicherheitsdienst auch im Kleinen Tiergarten und im Hansaviertel zum Einsatz kommen.