Immer mehr Konsum und Handel in Berlin: Schüler fordern einen Drogengipfel des Senats

„Die Berliner Schulen haben ein Drogenproblem.“ Mit dieser unmissverständlichen Botschaft beginnt ein Brief vom Landesschülerausschuss an die Politik. Ein Hilferuf. Von Christian Latz

Immer mehr Konsum und Handel in Berlin: Schüler fordern einen Drogengipfel des Senats
Berliner Schüler schlagen Alarm wegen Cannabis & Co. Foto: Kai-Uwe Heinrich/Tagesspiegel

„Die Berliner Schulen haben ein Drogenproblem.“ Mit dieser unmissverständlichen Botschaft beginnt ein neuer Brief des Landesschülerausschusses an die Berliner Abgeordneten, der dem Tagesspiegel vorliegt. „Sei es auf der Schultoilette, dem Schulhof oder vor dem Schultor, es wird nicht nur konsumiert, sondern auch gehandelt, vor allem mit Cannabis, aber auch immer häufiger mit härteren Drogen“, schreiben die Schüler. An manchen Schulen häuften sich selbst in den unteren Stufen die Fälle. Die Schülervertreter fordern wegen des Problems weniger Tabuisierung und mehr Aufklärung – und einen Drogengipfel des Senats.

„Natürlich lässt es niemanden kalt, wenn Minderjährige Ecstasy konsumieren“, sagt der Abgeordnete Vasili Franco (Grüne). Auch er wünscht sich mehr sachgerechte Beratung über das gefährliche Thema. „Dazu braucht es nicht mehr Polizei an Schulen, sondern mehr Geld für Präventions- und Beratungsarbeit für eine niedrigschwellige und an den Lebensrealitäten orientierte Aufklärung“, fordert er.