Eine „Invasive Art": Der Berliner Senat kämpft gegen den Wassersalat

Er kam aus den Tropen und zerstört die einheimische Pflanzenwelt: der geheime Wassersalat. Und er ist nicht der einzige Schädling, der sich in die Berliner Umwelt eingeschlichen hat. Von Lorenz Maroldt

Eine „Invasive Art": Der Berliner Senat kämpft gegen den Wassersalat
Foto: ZB/Patrick Pleul

Während Thomas Gottschalk „Man darf ja nichts mehr sagen!“ jammert, dürfen sich die Berlinerinnen und Berliner tatsächlich zu allem möglichen äußern, sogar „zu den Entwürfen der Management- und Maßnahmeblätter Wassersalat und Asiatische Hornisse“. Ein entsprechendes Hinweisschild zur „Öffentlichkeitsbeteiligung“ in dieser Sache hängt jedenfalls im Foyer der Umweltverwaltung am Köllnischen Park.

Ok, und was soll das?

Also… der gemeine Wassersalat gilt seit diesem Sommer offiziell als „invasive Art“ und ist deshalb verboten– er vermehrt sich schnell und hat sich aus den Tropen aufgemacht, um Berlin zu erobern und die einheimische Pflanzenwelt zu vernichten. Und deshalb kämpft der Senat gegen den Wassersalat.

Na ja, und eben auch gegen die Asiatische Hornisse, die als Invasionsgeschwader mit üblen Absichten aus der Luft über die Stadt herfällt. Insgesamt machen inzwischen 20 fremde Arten Berlin unsicher, hier die komplette Liste:

Der Riesenbärenklau, der Götterbaum, die Gewöhnliche Seidenpflanze, die Schmalblättrige Wasserpest, das Drüsige Springkraut, die Chinesische Wollhandkrabbe, der Kamberkrebs, der Louisianakrebs, der Marmorkrebs, der Schwarze Zwergwels, der Blaubandbärbling, der Sonnenbarsch, die Nilgans, die Biberratte, der Waschbär, die Bisamratte, die Buchstaben-Schmuckschildkröte, der Marderhund sowie die Asiatische Hornisse und der Wassersalat.

Bitte auswendig lernen, morgen fragen wir Sie hier ab.