Die digitalen Freuden einer Bahnfahrt

War ja klar - mal wieder kein Wlan im ICE Köln-Berlin (dafür hatte die Bahn ausnahmsweise das Bordbistro geöffnet). Erste Erklärung der freundlichen Zugbegleiterin: Das war auf der Hinfahrt auch schon so. Zweite Erklärung: Die zuständige Abteilung wurde informiert, aber es ist ja Sonntag, Sie verstehen: Sonntag! Dritte Erklärung: Weil das Wlan (das es nicht gibt) gratis ist, gibt’s auch keinen Anspruch darauf, dass es eins gibt (logo)… und im selben Moment erschien auf dem Monitor über ihr der Spruch „Probieren Sie kostenloses Wlan!“. Fehlte eigentlich nur noch Guido Cantz.

Auf der Onlineseite der Bahn wird das Reisen in der 1. Klasse (das viele Kunden nutzen, um unterwegs besser arbeiten zu können) übrigens so beworben: „Ihre Vorteile (u.a.): Kostenfreies Wlan.“ Wie auch immer: Die Bahn ist das einzige Unternehmen, das mit größter Selbstverständlichkeit angebotene und bezahlte Leistungen regelmäßig schuldig bleibt, aber dennoch den vollen Preis verlangt (plus 12,50 Euro fürs Nachlösen im Zug, wenn die Bahn-App zu lahm war, um das Ticket rechtzeitig vor Abfahrt zu buchen).