Kanzlergaragen Nachdrehe

Diplomatie zwischen Bezirk und Kanzler: Weil das Kanzleramt um einen Bau inklusive eines Hubschrauberlandeplatzes erweitert werden soll, soll in Lichtenberg ein neuer Park entstehen – als Kompensation für die Bäume, die in Mitte abgerissen werden. Dafür sollen rund 150 Garagen in Karlshorst weichen (CP von gestern). Dort war man besorgt – einige Auto-Unterstände gehörten Berlin, nicht dem Bund. Stadtentwicklungsstadtrat Kevin Hönicke (SPD) wünschte, „dass die Abrisskosten nicht den Menschen in Karlshorst überlassen werden. Und dass erst ausgezogen werden soll, wenn die Garagen wirklich abgerissen werden.“ Denn: „Jahrelangen Leerstand kann niemand brauchen.“ Nicht einmal von Garagen. Am Abend Entwarnung: Abrisskosten zahlen nicht die Karlshorster*innen – und die Autos können noch bis zum 31. August 2022 in den Garagen bleiben, sagte Hönicke am Donnerstagabend in der BVV (via Bezirksreporter Robert Klages).