57.000 Euro für gestopptes Besetzungsverfahren
Was man der Senatskanzlei mit ihren Pariser Partys zugutehalten muss: Das Land hat in anderen Fällen noch unnützer Geld ausgegeben. Zum Beispiel mit der Suche nach einem Geschäftsführer für die Tempelhof Projekt GmbH. Dazu ein kurzer Rückblick: Seit Oktober 2022 suchte die Stadtentwicklungsverwaltung nach einem neuen Chef für die Gesellschaft. Auch mit Hilfe einer Personalberatung. Als das Haus von Bausenator Christian Gaebler (SPD) den Posten im Juni 2023 dann plötzlich und interimsweise an dessen Partei- und Bezirksfreund Fabian Schmitz-Grethlein vergab, wurde auch das eigentliche Besetzungsverfahren ergebnislos gestoppt. Die Personalberatung erhielt ihr Geld trotzdem, wie die Senatsverwaltung dem Abgeordnetenhaus nun mitteilen musste: 57.120 Euro. Und nun, da Schmitz-Grethleins Interimsphase zum Jahresausklang endet? Hat die Senatsverwaltung wieder eine Agentur mit der Personalsuche engagiert. Mit 29.750 Euro sind die Kosten diesmal dafür fast ein Schnäppchen.