bei diesem Anblick schlägt das Herz von allen (ehemaligen) Dorfkindern höher. Diese Nachricht hat Leser Mathias Paulokat mit seinem Foto hinterlassen: „Moin, es ist tatsächlich so – das Schöne und Gute liegt so nah! Wie hier in der Prignitz, Brandenburg, nahe Lenzen auf der Fahrt gen Westen. Noch weiter westlich folgte vor nun über drei Jahrzehnten ein ganz anderer Checkpoint. Größtes Glück deutscher Geschichte, dass jenes Kapitel selbst Geschichte ist. Das schwingt für mich an einem solchen Sommerabend immer mit.“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Die Olympischen Spiele biegen auf die Zielgrade. Kurz vor Ende tritt der Checkpoint heute in einer seiner Parade-Disziplinen an: kritischem Nachbohren. Also werfen wir nochmal einen Blick auf den „Berliner Abend“ im Deutschen Haus in Paris, bei dem nicht nur Landesbranddirektor Karsten Homrighausen seinen Durst löschte (CP von Dienstag). Denn warum veranstaltet das Land Berlin eigentlich Partys in Paris? Und was kostet das die Berliner Steuerzahler am Ende? Die Antwort kommt von der Senatskanzlei: Für die Feier sowie einen weiteren Abend während der Paralympics am 2. September veranschlagt das Land „rund 168.000 Euro“.
Die Vorwände dafür sind fast schon goldwürdig: „Neben Berlin haben auch andere Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen oder Mecklenburg-Vorpommern bereits zu einem Abend im Deutschen Haus geladen.“ Verschwenden von Steuergeld ist in Deutschland eben Teamsport. Zudem sei es „unerlässlich, sich angemessen als potenzielle gastgebende Region … in Paris zu präsentieren“ – als ob sich das IOC darum scheren würde. Letztlich sei der Abend aber auch „traditionell“ Teil des Rahmenprogramms. Daran darf natürlich auch eine Haushaltskrise in Berlin nichts ändern.
Wir bleiben bei Olympia und richten unseren Blick auf den Medaillenspiegel. Gestern gab es neben Gold im Vierer-Kajak der Männer auch die Silbermedaille für den Kajak-Vierer der Frauen um die Berlinerin Pauline Jagsch. Mit Blick auf das Nationen-Ranking steht Deutschland allerdings noch immer nur auf einem mageren zehnten Platz mit bislang 22 Medaillen, darunter neun goldene. Schon drei Tage vor dem Ende der Spiele ist klar: Team Deutschland verfehlt sein Ziel, mindestens wieder 37-mal Edelmetall wie in Tokio zu gewinnen.
Schon geistert die Debatte los, das schwache Abschneiden sei Ergebnis eines Landes im Niedergang. Wer kein Gold gewinnt, kann auch sonst nichts reißen. Zu Leistung sei in Deutschland ohnehin niemand mehr bereit. Und klar, wenn's schon bei den Bundesjugendspielen keine Ehrenurkunde mehr gibt, wo soll da noch der Hunger nach Erfolg herkommen. Nur ist das wirklich so? Vielleicht hat eine Karriere als Spitzensportler in einer der vielen olympischen Nischensportarten heutzutage auch einfach kaum noch einen Reiz. Sport wird ja weiterhin getrieben. Nur wer will sich dabei schon über die Tartanbahn quälen? Erst recht, wenn der finanzielle Anreiz in vielen der kleineren Sportarten im Vergleich zur Schinderei überschaubar ist.
Dass andere Nationen im Medaillenspiegel besser abschneiden, liegt nicht zuletzt daran, dass dort auch mehr Geld in den Leistungssport investiert wird. Aber ist es das auch wert? Was hat die Gesellschaft tatsächlich von ein paar Medaillen mehr oder weniger, als seien sie noch Ausdruck eines überlegenen Systems wie zu Zeiten des Kalten Kriegs? Vielleicht ist eine Verschiebung von Investitionen und Prioritäten gar nicht so verkehrt. Oder was denken Sie?
Während Sie noch überlegen, steht unser Song des Tages heute ganz oben auf dem Siegertreppchen: „Gold“ von Spandau Ballet. Die ganze Checkpoint-Playlist auf Spotify finden Sie hier.

Was man der Senatskanzlei mit ihren Pariser Partys zugutehalten muss: Das Land hat in anderen Fällen noch unnützer Geld ausgegeben. Zum Beispiel mit der Suche nach einem Geschäftsführer für die Tempelhof Projekt GmbH. Dazu ein kurzer Rückblick: Seit Oktober 2022 suchte die Stadtentwicklungsverwaltung nach einem neuen Chef für die Gesellschaft. Auch mit Hilfe einer Personalberatung. Als das Haus von Bausenator Christian Gaebler (SPD) den Posten im Juni 2023 dann plötzlich und interimsweise an dessen Partei- und Bezirksfreund Fabian Schmitz-Grethlein vergab, wurde auch das eigentliche Besetzungsverfahren ergebnislos gestoppt. Die Personalberatung erhielt ihr Geld trotzdem, wie die Senatsverwaltung dem Abgeordnetenhaus nun mitteilen musste: 57.120 Euro. Und nun, da Schmitz-Grethleins Interimsphase zum Jahresausklang endet? Hat die Senatsverwaltung wieder eine Agentur mit der Personalsuche engagiert. Mit 29.750 Euro sind die Kosten diesmal dafür fast ein Schnäppchen.
Der 100. Geburtstag der Berliner S-Bahn wurde am Donnerstag mit Sonderfahrten des historischen Jubiläumszugs gefeiert. Schöne Bilder zum schönen Anlass. Und tatsächlich steht die S-Bahn heute so gut da, wie nie lange nicht, erst recht im Vergleich zur kriselnden BVG. Nie war das Angebot auf der Schiene dichter. Doch mehr wird es in den nächsten Jahren auch (fast) nicht mehr werden. „Das System und die Infrastruktur sind ausgereizt“, sagt S-Bahn-Chef Peter Buchner im Tagesspiegel-Interview. Für weitere Züge ist kein Platz. Dabei kommt schon heute längst nicht jeder Zug – und erst recht nicht pünktlich.
Ein Grund: die Bahnen selbst. Die neueste Fahrzeug-Generation erweist sich bislang als störanfälliger als die Bestandsflotte – die auf einmal auch noch anfängt, Ärger zu bereiten. Ausgerechnet durch das Langlebigkeits-Programm, bei dem die Wagen generalüberholt werden, spielt plötzlich die alte Elektrik verrückt. „Seither treten punktuell Störungen auf, die es vorher nicht gab“, sagt Buchner.
Und während die S-Bahn noch gefeiert wird, droht Ende des Jahrzehnts schon die nächste große Krise. Dann müssen die 40 Jahre alten Züge der Baureihe 480 endgültig aus dem Dienst. Nur Ersatz wird es dann höchstwahrscheinlich noch nicht geben, weil sich der Senat bei der S-Bahnvergabe seit Jahren verzettelt. Klar ist: Das größte Problem der Berliner S-Bahn ist mittlerweile nicht mehr das Wetter.
Dem großen S-Bahn-Jubiläum widmen wir uns in dieser Woche mit einer Sonderserie. Für alle, die es bislang verpasst haben, hier ein kleiner Blick in den Fahrplan:
+ Ein Rückblick auf die ersten Jahre der S-Bahn – und warum 1924 womöglich ein komplett falsches Jubiläumsjahr ist.
+ Die besondere Ost-West-Geschichte der S-Bahn in den Jahren der Teilung. Als der West-Teil der Stadt die S-Bahn boykottierte.
+ Ein Blick auf die große S-Bahn-Krise 2009, als nur noch jeder vierte Zug einsatzbereit war.
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Zeit wird’s für einen Ausflug. Die heutige Empfehlung aus unserer Sommer-Bucketlist kommt von Andreas Kämpf, alias Curry Paule.
Wenn das Wetter schön ist, empfehle ich den Besuch des Britzer Garten. Das ehemalige Buga-Gelände lädt zum Spazierengehen ein und bietet eine leckere Gastronomie. Der Garten ist so schön groß, dass man sich dort einen ganzen Tag aufhalten und unbeschwert den Sommer genießen kann. Auch an Kinder ist gedacht, mit einigen schönen Attraktionen. Außerdem liegt er verkehrsgünstig und ist mit den Öffis gut zu erreichen - auch genügend Parkplatzmöglichkeiten sind dort zu finden.
Berliner Schnuppen
Telegramm
„Ist das noch Gewerbe oder schon Wohnen?“, fragt die Berliner Sparkasse vielsagend. Der Leerstand bei Büroflächen in Berlin ist laut des aktuellen Marktberichts im ersten Halbjahr jedenfalls weiter gestiegen. Die Lösung dagegen sieht die Sparkasse in gewerblichem Wohnen (reguläre Wohnungen sind meist nicht möglich). Also genau in den möblierten Zimmern und Apartments, bei denen für Mieten keinerlei Preisgrenzen gelten und sich eher die Frage stellt: Ist das noch Wohnen oder schon Abzocken?
Schärfere Gesetze und mehr Autofahrer, die sich nicht an das Recht und Gesetz halten, stellen die Berliner Polizei vor ein Problem: Sie hat keinen Platz für all die sichergestellten Autos. Von den 606 Stellplätzen am Blumberger Damm in Marzahn sind aktuell 589 belegt. Dazu kommen weitere 199 E-Scooter und E-Bikes und 150 Motorräder. (schriftliche Anfrage Catherina Pieroth-Manelli und Sebastian Walter, Grüne) „Nach derzeitiger Einschätzung fehlen etwa 600 Plätze“, schätzt die Polizei.
Wenn es dringend ist, sind Berlins Rettungskräfte dieses Jahr ein bisschen schneller zur Stelle. Geht es um Reanimationen, treffen sie im Durchschnitt nach 8,40 Minuten ein. Der beste Wert seit 2017 (Q: schriftliche Anfrage Alexander King, BSW).
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Für mehrere Tonnen Bier endete die Reise am Donnerstagmorgen auf dem Asphalt der A10 zwischen Dreieck Spreeau und Freienbrink.
„Der Song ‚L’amour toujours‘ von DJ Gigi D’Agostino ist kein Auswertekriterium im Polizeilichen Landessystem zur Information, Kommunikation und Sachbearbeitung (POLIKS)“, ist definitiv auch ein Satz, den wir vor einem Jahr in einer Antwort der Innenverwaltung eher nicht erwartet hätten. Ob und wie viele Verfahren es im Zusammenhang mit dem Lied gab, weiß die Berliner Polizei nicht.
Der immense Größenunterschied der Berliner SPD-Vorsitzenden Martin Hikel und Böcker-Giannini bereitet Fotografen seit ihrer Kandidatur Kopfzerbrechen. In der neuen Kampagne schwebt die Co-Vorsitzende daher neben dem 2,08-Mann und über den Dingen. Oder hat sie etwa die Bodenhaftung verloren? Schauen Sie selbst.
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Soll keiner sagen, in Berlin würde nicht mehr nach den Sternen gegriffen. Einen Weltrekord strebt jetzt der Fruchthof Berlin an. Zum 75-jährigen Firmenjubiläum soll am 15. September auf dem Gelände des Berliner Großmarkts der größte Obstsalat der Welt entstehen. Angepeiltes Gewicht: 10.750 Kilogramm, die anschließend an die Berliner Tafel gespendet werden. Jetzt muss all die Äpfel, Birnen und Bananen nur noch jemand schnippeln. Jeder, der mindestens die Reife von 16 Jahren erreicht hat, aber trotzdem keine faule Frucht sein will, kann sich unter info@fruchthof-berlin.de zur Aktion anmelden.
Zitat
„Ich finde es gut, dass er sich immer noch freut, Regierender Bürgermeister zu sein, das merkt man ihm noch an. (…) Ich kann aus Erfahrung sagen: Die Freude wird abnehmen.“
Der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) über seinen Nach-Nach-Nachfolger Kai Wegner (CDU) beim Live-Podcast „Eine Runde Berlin“ anlässlich des S-Bahn-Jubiläums. Auf die Nachfrage, wann die Freude abnehmen wird, meinte Wowereit: „Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen.“ Wowereit vergibt Wegner als Schulnote aktuell übrigens eine 3. Den ganzen Auftritt können Sie hier nachschauen oder ab Samstag auf Spotify oder hier nachhören.
Stadtleben
Verlosung – „Wir sind hungrig nach einer wilden Live-Musikszene in Berlin, die unser Gehirn, unseren Geist und unsere Seele stimuliert“, so lautet das Glaubensbekenntnis des aufstrebenden Berliner Indie-Labels „Brainbowl Records“. Gründerin Hanny van der Staay und ihre Freunde versammeln am 17. August ab 19 Uhr erneut die Berliner „Big Brain“-Szene – dieses Mal im Bi Nuu am U-Bahnhof Schlesisches Tor. Passionierte Bands und künstlerische Acts aus allen Ecken der Stadt werden hier eine wilde Geburtstags-Nacht zum Einjährigen feiern – voller Progressive Rock, Jazz, Avant-Garde, Psychedelic-Rock, analoger Visual Art und bildender Kunst, so wenigstens verspricht es die Einladung. Mit dabei: Minivan, Whisker, Lail and Lomar, TedLaw and The Mages of Music, Sector 7G, Totale Liberté Darling. Für die Sause verlosen wir 2x2 Gästelistenplätze.
Auf die Hand – Na, Meeresluft gefällig? Auch wenn der Urlaub schon vorbei sein sollte, stellt das in Berlin eigentlich kein großes Problem dar, denn es gibt doch zahlreiche Fischläden, die, das liegt dann am Fisch, wenigstens der Duft nach Küste umgibt. Einer, der vielen, heißt so wie er ist und liegt im Prenzlauer Berg. Im „Der Fischladen“ gibt es einen Gastraum für Feinschmecker, eine Frischtischtheke für Hobbyköche und natürlich den Fischbrötchenverkauf für alle und jedenauf die Hand. Mo bis Sa 10 bis 22 Uhr, So 12 bis 21 Uhr, Schönhauser Allee 128, S/U-Bhf Schönhauser Allee
Am Wasser – Haben Sie gewusst, dass Berlin über einen historischen Hafen verfügt? Ihr Besuch, der gerade unbedingt ans Wasser will, bestimmt nicht. Fahren Sie also am besten auf die Fischerinsel, Ausstieg U2 „Märkisches Museum“, wenn Sie dann einen kleinen Spaziergang Richtung Mühlendammschleuse unternehmen, stoßen Sie recht bald auf historische Dampfschlepper, uralte Maßkähne und in die Jahre gekommene Fahrgastschiffe. Bei Maßkahn „Renate-Angelika“, dem „Museumsschiff“ inklusive Hafenbar, dürfen auch Gäste an Bord.
Mit Kind – Wie man aus Pflanzen und Wildkräutern, die man in der Natur findet, ganz alltägliche Dinge für die Küche oder das Bad herstellt, können Kinder (und auch Erwachsene) beim Kräuterworkshop im Marzahn-Hellersdorfer „Kunst- & Kultur Café“ lernen. Kostenlos, nur mit Anmeldung, geht das noch am 14., 21., und 28. August. Wenn Sie Interesse haben, schreiben Sie am besten eine Mail an brost@agrar-boerse-ev.de, Alt-Marzahn 23, Tram-Station Freizeitforum Marzahn
Grübelstoff – In die Medaillen der olympischen Sommerspiele in Paris wurden Teile des Eiffelturms integriert. Angenommen, die Spiele sollten irgendwann doch noch einmal in Berlin ausgetragen werden, was könnten wir für die Auszeichnung entbehren?
Kiekste
Dem Wochenende auf Balkonien steht nichts mehr entgegen. Zumindest nicht am Bonhoefferufer in Charlottenburg. Leser Bernd Neugebauer hat die „Schirmherrschaft“ über diese Fotografie. Schönen Dank! Weitere Bilder aus dem Sommer in Berlin, gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem KIEKSTE-Wettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Sonnenallee (Neukölln): In Höhe der Baustelle A100 steht bis Ende September in Richtung Baumschulenstraße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
An der Wuhlheide (Oberschöneweide): Bis Anfang November ist die Fahrbahn in Richtung Lindenstraße zwischen Firlstraße und Rathenaustraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr – S-Bahn: S8: Von 21.45 Uhr bis Montagmorgen, ca. 1.30 Uhr ist die Linie zwischen Blankenburg und Hohen Neuendorf unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen fährt zwischen Pankow und Hohen Neuendorf.
S46 und S8: Von 22 Uhr bis 02.09.2024 ist der Streckenabschnitt zwischen Königs Wusterhausen und Grünau unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz:
* Bus S46X: Königs Wusterhausen <> Grünau Expressbus
Diese Linie fährt Montag bis Freitag 5-22 Uhr, Samstag 7-22 Uhr und Sonntag 9-22 Uhr und ohne Halt am S-Bahnhof Eichwalde.
* Bus S46A: Königs Wusterhausen <> Grünau
Regionalverkehr – FEX: Einige Züge dieser Linie werden in der Nacht von 20.45-5 Uhr zwischen Berlin Gesundbrunnen und Flughafen BER über Berlin-Hohenschönhausen (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Berlin Ostkreuz entfällt.
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 8.8., 13 Uhr), u.a. „Klimamahnwache zur Einhaltung des Pariser Abkommens, Fridays for Future“: 12 Menschen, Platz der Republik 1 (10-12 Uhr)
„Radwegestopp 2.0 – #Nichtmituns!“: xx Teilnehmende, ADFC Steglitz-Zehlendorf und Changing Cities e.V., diverse Routen aus verschiedenen Himmelsrichtungen, u.a. Steglitzer Damm, Sachsendamm, Yorckstraße, Lindenstraße, Schloßplatz, Rotes Rathaus oder Theodor-Heuss-Platz, Ernst-Reuter-Platz, Großer Stern, Ebertstraße, Karl-Liebknecht-Straße, Rathausstraße und Möllendorffstraße, Frankfurter Allee, Strausberger Platz, Spandauer Straße, Rotes Rathaus (14-16.30 Uhr)
„Mahnwache für die Abschaffung aller Atomwaffen weltweit“: 20 Protestierende, Pariser Platz (17-18 Uhr)
„Israelis in Berlin fordern ein Ende des Krieges! Für sofortigen Waffenstillstand, Freilassung der Geiseln und eine diplomatische Lösung für eine nachhaltige Zukunft in Israel-Palästina“: 150 Personen, Werderscher Markt 1 (17-18.30 Uhr)
„Wir stehen an Eurer Seite – Mahnwache zum Schutz jüdischen Lebens“: 40 Teilnehmer, Fraenkelufer 18 (18.30-20 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 25 Demos, u.a. „Wir positionieren uns mit unseren Körpern in Unterwäsche gegen die Ausbeutung von Tieren! Wir sind für die körperliche Freiheit von Mensch und Tier und klären über Veganismus und Tierethik auf.“: 15 Personen, Pariser Platz (12-15 Uhr)
„Hanfparade 2024“: 4.000 Menschen, Jakis e.V., Spandauer Straße, Unter den Linden, Paul-Löbe-Allee, Willy-Brandt-Straße, Reinhardtstraße, Friedrichstraße, An der Spandauer Brücke, Spandauer Straße (12-22 Uhr)
„Anarchistischer CSD – Ein politischer Protest zur strukturellen Diskriminierung & Unterdrückung von queeren Menschen (...)“: 300 Teilnehmende, Perspektive Selbstverwaltung, Hermannplatz, Kottbusser Tor, Oranienstraße, Mariannenplatz vor dem Kunstraum Bethanien im Rondell (16.30-22.30 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 10 Demos, u.a. „Die Initiative Demokratiemarsch ist eine Gruppe von Aktivist:innen, die für die Demokratie, Gerechtigkeit und den Erhalt unserer demokratischen Werte durch Ostdeutschland marschiert (...)“: 50 Menschen, Initiative Demokratiemarsch, Brandenburger Tor, Deutscher Bundestag, Großer Stern, Potsdamer Platz, Checkpoint Charlie, Oranienstraße, Mühlenstraße, Spreeufer, Berliner Dom, Alexanderplatz (10-18 Uhr)
„Gegen Alltagsdiskriminierung und die Anerkennung der Existenz von Schwarzen Menschen als relevante homogene Bevölkerungsgruppe in Deutschland zu kämpfen.“: 180 Personen, Zewdi, Pariser Platz, Oranienburger Straße, Monbijouplatz, Spandauer Straße, Fischerinsel, Michaelkirchplatz, Bethaniendamm, Oberbaumbrücke, Revaler Straße 99 (14.30-17.30 Uhr)
„Lichterkette für Demokratie, Toleranz und Vielfalt – Unser Dorf bleibt hell und bunt“: 70 Teilnehmende, Netzwerk für Toleranz und Demokratie, Alt-Blankenburg 12A, (18-18.30 Uhr)
Gericht – Der Prozess gegen einen Stasi-Mitarbeiter wegen Mordes vor 50 Jahren geht weiter. Der heute 80-Jährige soll 1974 einen Polen, der zuvor mit einer Bombenattrappe seine Ausreise in den Westen erzwingen wollte, am damaligen Grenzübergang Bahnhof Berlin-Friedrichstraße erschossen haben. Der Angeklagte soll als Angehöriger einer „Operativgruppe“ des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit mit der „Unschädlichmachung“ des Opfers beauftragt worden sein (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 142)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Hermann Beil (83), österreichischer Theaterregisseur, 1999-2017 Chefdramaturg am Berliner Ensemble / „Wir gratulieren unser lieben Mutter, Omi und Schwiegermutter Elisabeth Hanky ganz herzlich zum 89.
Geburtstag.“ / Elias Kofler (24), Handballprofi beim VFL Potsdam / Annegret Kramp-Karrenbauer (62), Politikerin (CDU), war bis 2021 Verteidigungsministerin und Bundesvorsitzende der CDU / Petra Pau (61), Politikerin (Die Linke), Mitglied des Deutschen Bundestages, seit April 2006 Vizepräsidentin / Otto Rehhagel (86), ehemaliger Fußballspieler und Trainer, er war 1963-1966 Spieler und 2012 Trainer bei Hertha BSC, gewann 2004 mit der griechischen Fußballnationalmannschaft als Trainer die Europameisterschaft in Portugal / Michaele Schreyer (73), Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen); von 1989 bis 1990 Senatorin Stadtentwicklung und Umweltschutz / Audrey Tautou (48), französische Schauspielerin, wurde 2001 weltweit bekannt mit dem Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und spielte 2009 die Hauptrolle in „Coco Chanel – Der Beginn einer Leidenschaft“ / Georgi Wassilew (78), Fußballspieler und Trainer, von 1998 bis 2002 und 2006-2007 Trainer des 1. FC Union Berlin
Sonnabend – „Mit ihrem Temperament und ihrem mitreißenden Lachen stürmte sie auf Zehenspitzen in mein Leben. Heute startet Berit Frings gleich doppelt durch: In ihr neues Lebensjahr und in unseren Urlaub nach Norwegen. Ich würde mich jeden Tag wieder in sie verlieben.“ / „Birgit, zu Deinem Geburtstag wünsche ich Dir das Beste. Ich war zu dämlich. Und die Hottegäule sind durch. M“ / Eric Hördler (20), Eishockeyprofi, Stürmer bei den Eisbären Berlin /„‚parabéns!‘, ‚bon anniversaire!‘, ‚Happy Birthday!‘ und Allet Jute! Für meinen Patensohn Jonas in Brüssel, der Pate“ / Reinhard Naumann (64), Politiker (SPD), ehemaliger Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf von 2011 bis 2021, jetzt Mitglied des Abgeordnetenhauses / Jörg Thadeusz (56), Moderator, u.a. beim rbb, moderiert seit April 2024 die Frühsendung Radio 3 am Morgen im RBB-Kulturprogramm Radio 3
Sonntag – „Dr. Wolf-Ruthart Born (80), ehemaliger Staatssekretär des Auswärtigen Amtes und Botschafter in Mexiko, der Türkei und Spanien“ / Güney Dal (80), Schriftsteller, ehem. Journalist für den Sender Freies Berlin (SFB) / Peter Eisenman (92), amerikanischer Architekt, u.a. Denkmal für die ermordeten Juden Europas / Elmar Kraushaar (74), Journalist und Schriftsteller, ehem. Redakteur bei der Berliner Tageszeitung (taz) / Jasmin Schwiers (42), Schauspielerin, hatte ihren Durchbruch 1998 als Tochter von Serienmutter Rita Kruse (Gaby Köster) in der RTL-Comedy-Serie Ritas Welt / Steve Wozniak (74), US-amerikanischer Unternehmer, Mitbegründer von „Apple“, 2017 in die „Hall of Fame of the Digital Age“ in Berlin aufgenommen worden
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Inga Beuermann (geb. Schwartau), * 3. Februar 1945, verstorben am 5. Juli 2024 / Simone Fumagalli-Häuptli, * 11. Januar 1962, verstorben am 20. Juni 2024 / Hans (Juan) Stein, * 17. November 1926, verstorben am 26. Juli 2024 / Hans-Jürgen Stepf, * 27. Februar 1935, verstorben am 29. Juli 2024
Stolperstein – Margarethe Sußmann (geb. Levy) kam am 2. Oktober 1895 in Berlin zur Welt. Bis zu ihrer Hochzeit mit dem Kaufmann Willy Abraham Sußmann im Jahr 1919, lebte Margarethe „ohne Beruf“ bei ihren Eltern. Nachdem ihr Ehemann als Jude seine Firma verlor und auch Margarete ihr Vermögen aufgebraucht hatte, zog das Ehepaar es aus finanziellen Gründen in eine Einzimmer-Wohnung in die Mommsenstraße. Am 28. Oktober 1942 wurde Margarethe von den Nazis nach Theresienstadt deportiert. Ihr Ehemann wurde dort am 4. März 1943 ermordet. Sie selbst wurde am 16. Mai 1944 zunächst nach Auschwitz, dann, im Juli 1944 in das KZ Stutthof bei Danzig verschleppt, wo sie am 9. August 1944 ermordet wurde. Vor ihrem letzten Wohnort, in der Mommsenstraße 22 in Charlottenburg, erinnert heute ein Stolperstein an Margarethe Sußmann.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten
Encore
Willkommen im Sommerloch, in der Ferienzeit stellen wir Ihnen jeden Tag ein anderes Berliner Loch vor (im wahrsten Sinn des Wortes). Heute das Medizin-Spezial: Wie der Zufall so will, passt manch Name einer Person fantastisch zu ihrem Beruf.
Ärztin Vesla Loch kümmert sich um ein triefendes oder verstopftes LOCH, denn sie ist Hals-Nasen-Ohren-Spezialistin mit einer Praxis in Mitte. Mindestens so passend: Dr. Loch am Wittenbergplatz ist Proktologe. Ist Ihnen direkt noch eine Namen-Berufskombination eingefallen, die Sie teilen möchten? Schreiben Sie uns.
Und bei einem Loch im Herzen (zumindest so lange es ein körperliches ist), übernehmen die Ärztinnen und Ärzten des Herzzentrums der Charité. Das bekommt aktuell einen neuen Standort: Bis 2028 soll auf dem Virchow-Campus eines der modernsten und größten Herzzentren gebaut werden.
Gefütterte wurde dieser Checkpoint mit Recherchen von Alexander Fröhlich. Das Stadtleben kam von Tobias Langley-Hunt und Nora Weiler und in der Produktion war Jasmine Dellé zur Stelle. Morgen bringt Sie hier Jessica Gummersbach in den Samstag. Schon einmal ein schönes Wochenende und machen Sie’s gut!