BER braucht frisches Geld

Finanzsenator Matthias Kollatz hat in einer internen Koalitionsrunde mit der BER-Insolvenz zum 1.1.19 gedroht – er dringt auf einen Nachtraghaushalt, innerhalb von vier Wochen soll eine Entscheidung her, der Flughafen braucht frisches Geld. Bemühungen um Bankkredite verliefen wenig erfolgreich, FBB-CFO Heike Fölster fordert deshalb eine Staatsfinanzierung: „Das ist der einfachste Weg, an Geld zu kommen“, teilte sie der Koalition mit. Dort: Große Empörung. Es wird befürchten, dass neue, nicht kommunizierte Risiken aufgetaucht sind - am Freitag berät der Aufsichtsrat über die Finanzierung. Sicher bleibt am BER nur eines: Vertrauen ist hier keine Währung.

Weitere Nachrichten vom BER: 1) Die Sprinkleranlage wird nicht im angekündigten Zeitplan fertig. 2) Die Kabeltrassen werden nicht im angekündigten Zeitplan fertig. Begründung: Es gibt „zusätzliche Mängel“, „kleinteilige Arbeiten“ und „weitere Arbeiten“, weil sich „das Pensum mit der Zeit erhöht“ hat und „Prüfprozesse“ das „ergeben haben“. Hinweis: Weder die Nachrichten, noch die Begründungen stammen aus dem Archiv (obwohl sie gleichlautend aus den vergangenen Jahren dort in vielfacher Ausfertigung vorhanden sind), sondern von Peter Neumann aus der heutigen „Berliner Zeitung“.