Weddinger Straßennamen-Roulette

Neue Runde im wilden Weddinger Straßennamen-Roulette – diesmal drehen die Linken am Rad, und das gleich doppelt: Sie fordern in zwei von drei Fällen eine Umbenennung der Umbenennung. Beschlossen hatte der Bezirk u.a., dass die Lüderitzstraße (nach einem Kolonialisten benannt) künftig Cornelius-Frederiks-Straße heißt, doch per Antrag 1400/V für die BVV-Sitzung am Donnerstag wird das BA „ersucht“ darauf zu achten, „dass die Schreibweise des Namens der auf dem von seiner Community in Namibia errichteten Ehrenmal entspricht“ – und dort steht „Fredericks“. Ok, außer der Verkehrslenkung (siehe unten) würde ja auch niemand Bismarck ohne „c“ schreiben…

… aber der zweite Fall hat’s in sich - beschlossen wurde nach jahrelanger Forschung und Beratung (bei der die Jury zwischendurch aus Versehen eine Sklavenhändlerin kürte), den Nachtigalplatz in Bell-Platz umzubenennen, nach einem Anti-Kolonialisten-König, aber jetzt stellt sich heraus: Es gab auch einen Reichskolonialminister Namens Bell (höchste Verwechslungsgefahr!). Also lautet der neue Antrag: Umbenennung des Bell-Platzes in Manga-Bell-Platz(DS 1405/V), damit niemand an Johannes denkt. Hoffentlich hat sich Manga immer gut benommen, sonst fordern die Grünen demnächst, den Platz nach seiner Frau Emely zu benennen.