Hauseigentümer wollen Mieten erhöhen
Vielen Berliner Mietern dürfte trotz langen Feiertagswochenendes nicht so recht nach Urlaub und Feiern zumute gewesen sein – dank der Immobilienwirtschaft. Der Eigentümerverband Haus und Grund hat seine Mitglieder aufgerufen, noch schnell die Mieten zu erhöhen, bevor der Senat mit einem neuen Gesetz den Deckel draufmacht. Nun herrscht seit dem Tagesspiegel-Bericht über die Aktion á la „Börse auf! Der Mietsteiger kommt“ das große Pfingstwundern, die Landespolitik staunt Bauklötze. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) schimpft in der „Berliner Zeitung“ über eine Haltung, die „zur Konfrontation führe, die wir gerade erleben“.Für Christian Gräff, den baupolitischen Sprecher der CDU, ist der Aufruf kein Zeichen guten Umgangs miteinander. Haus und Grund empfiehlt, kurzfristig den gesamten Spielraum zu nutzen – 15 Prozent innerhalb von drei Jahren. Die Erhöhung sei auch als Zeichen gegen die „linke Wohnungspolitik“ zu verstehen, sagt der Berliner Haus- und-Grund-Chef. Diese zerstöre den Mittelstand. Noch viel eher kaputt dürfte das Vertrauen der Mieter sein.