Neue Vorwürfe gegen Hubertus Knabe

Während der entlassene Gedenkstätten-Leiter Hubertus Knabe gestern auf dem Einheitsfest bei der Kanzlerin antichambrierte, werfen ihm mehrere Frauen jetzt auch persönlich sexuelle Belästigung vor – ihre Aussagen liegen dem Checkpoint vor, die Knabe zugeschriebenen Zitate lesen sich wie ein Bewerbungsschreiben für den Job des Frauenbeauftragten von Donald Trump. Eine CP-Anfrage ignorierte Knabe, heute soll es dazu eine Anhörung geben.
Die Kulturverwaltung widerspricht inzwischen der Kolportage einiger Knabe-Fans, der Wissenschaftler sei vor seiner Entlassung nicht angehört worden: „Während seiner Teilnahme an der Stiftungsratssitzung vom 25. September hatte Herr Dr. Knabe u.a. die Gelegenheit, Stellung zur Wahrnehmung seiner Sorgfaltspflicht zu nehmen. Die Gelegenheit hat Herr Dr. Knabe umfassend genutzt“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung – die Darstellung wird im Büro von Kulturstaatsministerin Monika Grütters bestätigt. Belästigungsvorwürfe gegenüber der Gedenkstättenführung waren der Kulturverwaltung übrigens seit 2014 bekannt – gehandelt wurde also eher zu spät, was den empörten Verschwörungstheoretikern die Luft aus den Backen bläst.