AfD-Abgeordneter entdeckt „Gendergaga“ am Fahrspurende

Frau übersieht Fahrspurende und fährt in Baustelle“ klingt nach einer ganz normalen (nein: langweiligen) „B.Z.“-Schlagzeile – allerdings nicht für den AfD-Abgeordneten Gunnar Lindemann: „Der tägliche Genderwahnsinn: Jetzt werden sogar Fahrspuren gegendert“, twitterte er und schimpfte auf „links-grüne Ideologien“. Also, dann fassen wir mal zusammen: Fahrspurende fahren bis zum Fahrspurende in der Spur (sie spuren, hätte der Führer… – sorry: der Fahrer früher gesagt). Logo, oder? Und das Stauende ist hinten, davor stauen sich Stauende. Um das zu verstehen, muss man eigentlich nicht mal an die Uni, aber falls doch: Studierende kommen irgendwann zum Studierende. Was noch? Ach ja: Stauende steht im Duden („Ende eines Staus“), Fahrspurende nicht (dafür aber im „Pons“: „end of lane“). Und Checkpointer Julius Betschka meint, es hieße sowieso „Fahrspurer“, was allerdings nicht sein kann, jedenfalls nicht im Land Berlin, denn hier sagen wir, wenn schon, denn schon: Fahrspurer*innen. Und jetzt mal Schluss damit – pardon: Nachdenkende.