Wohnraum: Geringverdiener müssen mehr zahlen
Weniger erfreulich, allerdings auch wenig überraschend ist das, was die Humboldt-Uni und das University College in London herausgefunden haben: Im Verhältnis zu ihrem Einkommen zahlen Geringverdiener immer mehr für Wohnraum - Gutverdiener dagegen immer weniger. Und eine steigende Zahl von Berlinen kann sich gar keine Wohnung mehr leisten: Die Zahl der Wohnungslosen in der Stadt hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. 37.000 Menschen sind offiziell in Not- und Gemeinschaftsunterkünften untergebracht (Q: rbb-Inforadio unter Berufung auf Zahlen des Senats). Hinzu kommen rund 13.000 Menschen, die bei Freunden und Verwandten auf der Couch schlafen. Weil die Mieten weiter steigen, befürchten Experten, dass auch die Zahl der Wohnungslosen in den nächsten Jahren weiter wächst. Den durchgedrehten Berliner Immobilienmarkt nehmen wir in Zusammenarbeit mit „Correctiv“ beim Crowdrecherche-Projekt „Wem gehört Berlin?“ unter die Lupe. Und dabei wollen wir auch mit Ihnen diskutieren: Zum Beispiel am 30. Oktober in Neukölln und am 6. November in Mitte, siehe „Veranstaltungen“.