Elf abgelehnte Anträge: Berliner SPD nimmt abgelehnte Mitglieder jetzt doch auf
Gute Nachrichten: Der „Frieden von Grunewald“ wurde verordnet und per Mail zumindest schon einmal fünf der elf Beitrittswilligen eine Mitgliedschaft in der SPD bescheinigt. Von Lorenz Maroldt und Christian Latz.
Nach der Checkpoint-Meldung über die seltsame Ablehnung von gleich 11 Anträgen auf Mitgliedschaft in der SPD (CP v. 11.7.25) wurde gestern in der Partei der „Frieden von Grunewald“ verordnet: Per Mail teilten die Vorsitzenden der gleichnamigen Abteilung den ersten 5 der 11 Beitrittswilligen mit, dass ihre Mitgliedschaft nun doch bestätigt ist. Auch die anderen sechs Antragsteller sollen aufgenommen werden. Um die Lage zu beruhigen, werden die Nominierungsempfehlungen für die Wahlen 2026 (zu denen dann alle Mitglieder Stimmrecht haben) auf die Zeit nach den Sommerferien verschoben.
Eine Checkpoint-Umfrage bei CDU, SPD, Grünen und Linken ergab, dass abgelehnte Mitgliedsanträge äußerst selten sind – und in einer vergleichbaren Größenordnung, zumal in einer einzigen Abteilung, nirgendwo anders vorgekommen sind. Hier ein Überblick:
+ CDU: 835 Eintritte im vergangenen Jahr, 603 im ersten Halbjahr 2025. LGF Dirk Reitze: „Sehr selten führt ein Antrag nicht zur Mitgliedschaft“ – in zwei Fällen habe sich in den vergangenen Monaten der Landesvorstand mit Ablehnungen durch Kreisvorstände befasst.
+ SPD: 1229 Eintritte im vergangenen Jahr, drei abgelehnte Anträge. 736 Eintritte im ersten Halbjahr 2025, vier abgelehnte Anträge (ohne die Grunewald-Fälle).
+ Grüne: Ablehnungen nur in wenigen Einzelfällen.
+ Linke: In diesem Jahr eine einstellige Anzahl von Ablehnungen, u.a. wegen doppelt abgegebener Anträge oder fehlerhafter Angaben im Eintrittsformular.